Asset Manager
14. Mai 2019

47 Basispunkte für aktives Aktienmanagement

Fee-Markterhebung von Telos. Passiv zu managen kostet ein Viertel des aktiven Managements.

Welche Gebühren würden Sie unter realistischen Wettbewerbsbedingungen von deutschen institutionellen Investoren in diesem oder jenen Fall erheben? Diese Frage stellte die als Rating-Agentur und als Berater tätige Telos Asset Managern und Anbietern administrativer Services im institutionellen Sektor Ende 2018 und Anfang 2019. Antworten für 60 liquide und alternative Anlegergruppen, die zusätzlich noch mit von Telos durchgeführten Ausschreibungen angereichert wurden, kamen laut einer Pressemitteilung von über 50 Häusern. „Unsere Studie bestätigt, dass die Gebühren bei komplexeren Anlageuniversen tendenziell steigen und bei höheren Mandatsvolumina eher fallen. Insgesamt stehen die Gebühren unter Druck“, so ein Résumé von Telos-Gesellschafter und -Geschäftsführer Dr. Frank Wehlmann.

Gemäß den Ergebnissen werden beispielsweise für ein aktives Aktienmandat im Volumen von bis zu 50 Millionen Euro zwischen 20 und 102 sowie als Median 47 Basispunkte aufgerufen. Bei Unternehmensanleihen (Investment Grade und HY) lauten diese Werte 14, 75 und 27 Basispunkte und für Multi Asset 20, 80 und 35 Basispunkte.

Weiteres Ergebnis ist, dass aktiv gemanagte Mandate etwa viermal so teuer sind wie die passiven Pendants. Aktien im Volumen von bis zu 50 Millionen Euro passiv managen zu lassen würde mindestens fünf, maximal 25 und im Median zehn Basispunkte kosten.

Ausländer in etwa gleich teuer

Keine signifikanten Unterschiede ergab die Analyse bezüglich der Frage, ob ausländische Asset Manager prinzipiell teurer als einheimische Anbieter sind. Je nach Anlageklasse und Mandatsgröße seien mal ausländische, mal deutsche Asset Manager teurer. Insgesamt liegen die Gebühren der beiden Gruppen dicht beieinander liegen. So beispielsweise der Median bei Unternehmensanleihen: Ausländische Häuser rufen 26, deutsche Häuser 24 Basispunkte auf.

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