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15. Oktober 2018

AKI feiert Jubiläum

Zehn Jahre Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI). Leitfaden vor vierter Auflage und mehr Engagements.

Fragestellungen zur „Evangelischen Wirtschaftsethik an den Finanzmärkten“ bewegen den AKI seit seinen Anfängen, berichtet der Arbeitskreis in einem Rückblick auf seine Gründung vor zehn Jahren. Ein Anstoß zu seiner Gründung sei eine epd-Dokumentation zu „Stand und Perspektiven ethischen Investments in der evangelischen Kirche“, die am 2. September 2008 veröffentlicht wurde – zwei Wochen vor der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers.

Während an den Finanzmärkten die neue Zeitrechnung „nach der Finanzkrise“ begann, habe die EKD beschlossen, einen Arbeitskreis einzuberufen, dem die größten Anleger im evangelischen Raum angehörten und der einen Leitfaden zu diesem Thema formulieren sollte. Eingeladen wurden institutionelle Investoren im Raum der evangelischen Kirche und Diakonie: Finanzverantwortliche der Landeskirchen, Versorgungs- und Zusatzversorgungskassen, Banken und Stiftungen. Zehn Jahre später hat sich der daraus hervorgegangene Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI) zur treibenden Kraft im ethisch-nachhaltigen Investment in Deutschland entwickelt, vor allem auch im Bereich von Engagement-Aktivitäten institutioneller Anleger.

Entwicklung des „Leitfadens“
Begonnen habe der damals 15-köpfige Kreis im Januar 2009 mit der Erarbeitung des „Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlage in der evangelischen Kirche“. Die vierte Auflage auf Deutsch und auf Englisch ist bereits in Vorbereitung.

Immer mehr Engagements
Kollektiver Autor des Leitfadens ist nach wie vor der AKI, der als Einrichtung der EKD seine Arbeit über die Jahre hinweg verstetigt und ausgeweitet hat. Inzwischen sind im AKI 43 Mitglieder- und vier Partnerorganisationen aus den Bereichen Kirche und Diakonie aktiv. Ihre Vertreterinnen und Vertreter sind neben der Aktualisierung des Leitfadens immer mehr mit koordiniertem aktivem Aktionärstum (Shareholderengagement) kirchlicher Anleger befasst. 2018 wurden in diesem Zusammenhang Dialoge mit 33 Unternehmen geführt. Dafür arbeiten die Mitglieder des AKI eng mit kirchlichen Nachhaltigkeitsexpertinnen zusammen, aber zum Beispiel auch mit Kollegen aus Kirchen und kirchennahen Einrichtungen in Großbritannien und Norwegen.

Rückblickend, so die Sicht des Arbeitskreises, seien die Aktivitäten des AKI in Deutschland – und zunehmend auch darüber hinaus – als Meilensteine in der Entwicklung der ethisch-nachhaltigen Geldanlage wahrgenommen wurden. Der AKI vertritt den Anspruch, auch in Zukunft dieses Thema mitzugestalten und voranzubringen. Die Geschäftsstelle des AKI wird von Dr. Karin Bassler geführt.

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