Versicherungen
12. März 2019

Allianz Real Estate erreicht Rekordwert bei AuM

Assets under Management steigen auf 63,5 Milliarden Euro zum Jahresende 2018 und damit um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den gewerblichen Immobilienfinanzierungen gab es ein Plus von 19 Prozent.

Allianz Real Estate steigerte seine Assets under Management (AuM) zum Jahresende 2018 auf 63,5 Milliarden Euro – ein Plus von 13 Prozent gegenüber 56,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Allianz Real Estate baute seine globale Präsenz erfolgreich aus und diversifizierte im Laufe des Jahres weiter über direkte und indirekte Investments sowie Immobilienfinanzierungen. Die direkten und indirekten Investments stiegen im Jahr 2018 um zehn Prozent auf 44,2 Milliarden Euro, während die Immobilienfinanzierungen 19,3 Milliarden Euro erreichten, davon 11,4 Milliarden Euro in den USA und 7,8 Milliarden Euro in Europa. Dies entspricht einem Plus von 19 Prozent. Auch das Asiengeschäft erreichte mit AUM von drei Milliarden Euro einen Rekord nach 1,9 Milliarden Euro Ende 2017.

Präsenz in China und Indien ausgebaut

In den vergangenen zwölf Monaten baute die Allianz Real Estate ihre Präsenz in Märkten wie China, Indien, London, Prag und Stockholm weiter aus und nutze die damit einhergehende Dynamik auch für Forward Deals und die Umsetzung von Value-Add-Strategien. Außerdem wurde im zurückliegenden Jahr eine Finanzierungsplattform in Luxemburg aufgesetzt, um der steigenden Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen auch von kleineren Allianz Gesellschaften gerecht zu werden. Es ist vorgesehen, die Plattform im Jahr 2019 auch für Drittinvestoren zu öffnen, berichtet die Allianz Real Estate. Die Gesellschaft plant, diese Investitionen von Dritten bis Ende 2023 auf zehn Prozent des angestrebten Ziels von 100 Milliarden Euro AUM zu steigern.

Starkes Wachstum der Equity Investments

Seit dem Beginn des Jahres 2018 summierten sich die neuen Equity Investments laut Allianz Real Estate auf 4,8 Milliarden Euro. Der Großteil lag bei direkten Investitionen. Zum Jahresende beliefen sich die gesamten Direktinvestitionen auf 34,9 Milliarden Euro, die indirekten auf 9,4 Milliarden Euro. Zu den wichtigsten Beteiligungen gehörten der Erwerb des Bürogebäudes ZLink in Peking, des ATLAS-Bürokomplexes in München, des Ocean Financial Centers in Singapur, des Monteburgo-Gebäudes in Madrid (der erste Value-Add-Deal der Allianz in Spanien) und die Chapter Student Housing Plattform in London. Im Oktober kündigte das Unternehmen eine Beteiligung am KaiLong Greater China Real Estate Fund II an, einem geschlossenen Fonds für Value-Add Gewerbeimmobilien in China und Hongkong. In den USA investierte Allianz Real Estate im Jahr 2018 insgesamt 728 Millionen US-Dollar in neue Direktinvestments, darunter das historische Ferry Building in San Francisco, das Bürogebäude 53 State Street in Boston und die Terminal Stores in New York City.

„Während der Bürosektor nach wie vor die Grundlage unseres Aktienportfolios darstellt und dies insbesondere in Europa und den USA, haben wir die erfolgreiche Diversifizierung mit neuen Nutzungsarten fortgesetzt, darunter Studentenwohnheime auf globaler Ebene sowie Logistikimmobilien, insbesondere in Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum. Dabei nutzen wir auch indirekte Beteiligungen, um unseren Portfoliomix im Interesse unserer Investoren zu optimieren, auch unter Berücksichtigung von Strategien mit höherem Risiko“, sagt Olivier Téran, CIO der Allianz Real Estate. „Dank unserer globalen Präsenz und unserem Engagement in den beiden Bereichen Equity Investments und Finanzierungen identifizieren und nutzen wir weltweit sich bietende Investitionsmöglichkeiten für die wachsende Zahl von Investoren, die unsere Expertise schätzen.“

Immobilienfinanzierungen für Drittinvestoren

Neben Equity-Investments weisen auch die Immobilienfinanzierungen ein starkes Wachstum auf. Seit Anfang 2018 wuchs das Finanzierungsgeschäft um 3,7 Milliarden Euro (in den USA um 1,6 Milliarden Euro und um 2,1 Milliarden Euro in Europa) und erhöhte das Finanzierungsportfolio der Allianz Real Estate auf 19,3 Milliarden Euro.

Die europäischen Immobilienfinanzierungen überschritten 7,8 Milliarden Euro, während das US-Debt-Portfolio auf 11,4 Milliarden Euro wuchs. Zu den wichtigsten Finanzierungen im Jahr 2018 gehörten der legendäre Apple Flagship Store auf der Avenue des Champs- Elysées, Paris, das Bürogebäude 80 Fenchurch in London und in den USA die „Promenade at Downey“ – ein Open-Air-Shopping-Center im Los Angeles County mit einer Fläche von rund 41.500 Quadratmetern, das früher im Besitz der NASA war und für den Bau von Komponenten für die Raumfahrtmissionen Saturn und Apollo diente, so die Allianz Real Estate.

Mit der im Juli vergangenen Jahres gestarteten Luxemburger Debt Investment Plattform der Allianz Real Estate seien bereits eine Milliarde Euro an Finanzierungen umgesetzt und Transaktionen in Großbritannien, Italien, Irland, Spanien und Schweden im Auftrag einer Reihe von Allianz Versicherungsgesellschaften getätigt worden. Die Plattform habe das europäische Finanzierungsgeschäft erfolgreich beschleunigt und eine Schlüsselrolle bei dem starken Wachstum der Gesamtfinanzierungen gespielt, das Allianz Real Estate im Jahr 2018 verzeichnen konnte, teilt die Gesellschaft mit.

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