Baden-Württemberg sieht im Haushaltsentwurf für 2027 vor, 200 Millionen Euro Kapitalerträge aus dem Pensionsvermögen zur Haushaltsfinanzierung einzusetzen und die Zuführungen zum Versorgungsfonds zu reduzieren. Vergleichbare Entscheidungen gibt es seit Jahren bei den Bundesländern. Sie zeigen, wie stark langfristige Vorsorge von der jeweiligen Haushaltslage abhängt.
Deutschland und Österreich zeigen deutliche Schwächen bei der langfristigen Finanzierung ihrer Rentensysteme. Die Schweiz steht robuster da. Für institutionelle Anleger rücken Liquidität und Langlebigkeitsrisiken stärker in den Fokus.
Nordamerika bleibt beim verwalteten Vermögen auf dem Spitzenplatz, büßt aber Marktanteile ein. Das Anlagevermögen in Großbritannien und in den Niederlanden schrumpft.
Roland Böhmer wechselt von Viridium zum Pension-Buy-out-Spezialisten Vedra. Er bringt Transaktionserfahrung, Bilanztiefe und Investorenverständnis mit.
Die Alterssicherungskommission verspricht einen doppelten Aufbruch in die Kapitaldeckung. Ein zusätzlicher, paritätisch finanzierter Beitragssatz von zwei Prozent soll idealerweise ab 2028 schrittweise in individuelle Konten innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung fließen. Gleichzeitig soll die betriebliche Altersversorgung annähernd flächendeckend werden. Was nach Ergänzung klingt, ist in der Praxis ein Wettbewerb um dieselbe Verteilmasse – und um die Kontrolle über gewaltige Kapitalströme.