Banken
18. April 2018

Banken kritisieren Regulierung

Verbandspräsident will Überprüfung der Finanzmarktregulierung. Banken seien Teil einer modernen Wirtschaftspolitik.

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Hans-Walter Peters, wirbt für eine Überprüfung der Finanzmarktregulierung. Anlässlich der Vorstandssitzung des Bankenverbandes in Berlin sagte Peters: „Ein Regulierungs-Check – wie ihn auch der Koalitionsvertrag vorsieht – ist absolut notwendig und überfällig. Es gibt zu viele Widersprüche, Schwachstellen und bürokratische Übertreibungen in den Regulierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre.“ Peters betonte in einer Pressemitteilung des Verbands, dass es den Banken nicht darum gehe, sinnvolle Regulierung zurückzudrehen. Sie müsse aber von bürokratischen Lasten befreit werden. Als Beispiel nannte Peters, der zudem Sprecher der Gesellschafter der Berenberg Bank ist, die seit Jahresanfang geltenden Regeln zur Anlageberatung.
Peters begrüßte dagegen in der Mitteilung des Verbands die Ankündigung der Bundesregierung, sich stärker für den Finanzplatz Deutschland einzusetzen. „Die Politik muss erkennen, welche Bedeutung ein attraktiver Finanzplatz und ein profitables Bankensystem für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben“, sagte Peters. „Es sind die Banken, die das Wachstum der deutschen Wirtschaft finanzieren.“ Wirtschaftspolitik bedeute deshalb auch, den Finanzplatz Deutschland zu stärken. Banken dürften nicht länger nur als Regulierungsobjekte wahrgenommen werden, so Peters, vielmehr seien sie Teil einer modernen Wirtschaftspolitik.
portfolio institutionell 17.04.2018/Patrick Eisele 
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