Immobilien
14. Oktober 2019

Büromarktranking: Paris, München und Kopenhagen vorne

Studie der Allianz Real Estate zu Bürostandorten in Europa. Spitzenreiter im Value-Add-Ranking ist Dublin.

In ihrer Studie Cities That Work 2019 hat die Allianz Real Estate ein Ranking über die liquidesten Büromärkte Europas aufgestellt. Die drei Städte, Paris, München und Kopenhagen führen das Ranking an– und sind demnach die drei besten Städte Europas für Investitionen in Core-Immobilien im Bereich Office. Die Studie, die 34 Tier-1-Städte in Europa untersucht und auf das erstmals erstellte Ranking aus dem vergangenen Jahr 2018 aufbaut, zählt Dublin, Paris und München zu den Top-3 im Bereich Value Add.

Der Spitzenreiter Paris, der im vergangenen Jahr noch hinter München an zweiter Stelle lag, hat sich zu einem der liquidesten Büromärkte Europas entwickelt und verzeichnete im Jahr 2018 das zweithöchste durchschnittliche Investitionsvolumen der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig erreichte die Leerstandsrate in den innerstädtischen Geschäftsvierteln am Ende des zweiten Quartals 2019 mit 1,8 Prozent das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2001. Auf den Plätzen vier und fünf liegen London und die deutsche Hauptstadt Berlin, wobei London sich trotz Brexit-Diskussion am meisten verbessert hat, im vergangenen Jahr hatte es noch Platz sieben belegt. München bleibt die bestplatzierteste deutsche Stadt (Vorjahr Platz eins im Ranking). Angesichts der allgemeinen Versorgungsengpässe aufgrund der hohen städtischen Dichte und der regulatorischen Einschränkungen hat München in den nächsten fünf Jahren die höchste prognostizierte reale Mietwachstumsrate. London hat sich aufgrund seiner bedeutenden Konzentration an internationalen Talenten und der Fülle an Kapital, Acceleratoren, einer Vielzahl von Branchentreffs sowie staatlicher Unterstützung zu Europas Tech-Hub entwickelt und konnte im Jahr 2018 so viel Risikokapitalinvestitionen allokieren wie keine andere Stadt.

Hohe Büro-Renditeprämie

Nummer eins im Bereich Value Add ist in der diesjährigen Studie Dublin. Die Büro-Renditeprämie in der irischen Hauptstadt gegenüber Staatsanleihen ist aufgrund der Flächennachfrage absolut gesehen zu einer der attraktivsten in Europa geworden; ihr Kapitalwert liegt rund sechs Prozent unter ihrem bisherigen Höchststand, während der europäische Durchschnitt 46 Prozent beträgt. Die Leerstandsquote sank von ehemals fast 25 Prozent während der Finanz- und Eurokrise auf sieben Prozent und damit auf etwa halb so viel wie den historischen Durchschnitt.

Auf Plätzen zwei und drei folgen Paris und München, sowei Berlin und Kopenhagen auf Platz vier und fünf. Im vergangenen Jahr hatte Berlin noch auf Platz neun gelegen und Kopenhagen schaffte es nur auf Platz sieben.

François Trausch, CEO der Allianz Real Estate kommentiert das Ranking: „Unsere Studie Cities That Work fußt weitgehend auf dem gleichen Research, mit dem wir auch Investitionsentscheidungen treffen. Wir sind daher überzeugt, dass sie aktuell die profundeste Analyse der Investitionsaussichten für den Bürosektor des Kontinents darstellt. Der Sektor bietet Investoren nach wie vor einen signifikanten und nachhaltigen Wert und bleibt die tragende Säule des europäischen Portfolios der Allianz Real Estate. Unsere Investitionen in diesem Sektor beliefen sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 auf 1,8 Milliarden Euro und wir werden hier auch in Zukunft sehr aktiv bleiben.“

Olivier Téran, Chief Investment Officer der Allianz Real Estate, sagt: „Wir behalten das makroökonomische und geopolitische Umfeld sowohl in Europa als auch weltweit ständig im Auge“, sagt Olivier Téran, Chief Investment Officer der Allianz Real Estate. „Aber es ist klar, dass sowohl in den Bereichen Core als auch Value Add in den etablierten Großstädten wie Paris, London und Berlin sowie in Städten wie Kopenhagen hervorragende Chancen bestehen. Wir kaufen unsere Assets immer im Bewusstsein, dass die Konjunktur im Zeitverlauf regelmäßig steigt und fällt – ein Grund, warum wir unverändert höchsten Wert auf Investitionen in Prime Assets und auf die Zusammenarbeit mit erstklassigen Partnern und Stakeholdern legen.“

Strukturelle und taktische Indikatoren

Bei der Berechnung des diesjährigen Cities-That-Work-Rankings hat das Research-Team der Allianz Real Estate 36 verschiedene Indikatoren herangezogen, aufgeteilt in 23 strukturelle und 13 taktische Indikatoren. Dazu gehören etwa die Volatilität der Mieten in den vergangenen 15 Jahren, die Spitzenmiete in Prozent des letzten Höchststands, das reale BIP-Wachstum (10-Jahres-Prognose) und die Spitzenrendite. Eine bedeutende Rolle spielte erneut die Frage, wie Technologie-orientiert, vernetzt und unternehmerisch eine Stadt ist. Dazu zählen Punkte wie etwa der sogenannte Digital Footprint, die Qualität der Verkehrs- und Handelsinfrastruktur, die Anzahl der Universitäten, die zu den europäischen Top 200 des Times-Higher-Education-Rankings zählen, die Anzahl der Start-Ups und das Volumen der Risikokapitalfinanzierung.

Autoren:

Schlagworte: |

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.