Versorgungswerke
8. August 2019

BVK kauft und verkauft in Japan

Gewinne aus Verkauf von Office-Immobilien werden in Wohnimmobilien reinvestiert. Stuttgarter Versicherung mit heimischem Forward-Deal.

Die BVK hat ein japanisches Büroobjekt, welches sie im Jahr 2015 erworben hatte, verkauft. Das Bürogebäude mit einer Bruttomietfläche 30000 Quadratmetern liegt zentral in Osaka. Der Verkauf erfolgte dabei mit einer deutlichen Kapitalwertsteigerung, welche sich durch Sanierung, Mietsteigerung und günstige Rahmenbedingungen ergibt. Die Renditeprognose konnte somit laut CBRE Global Investors und Universal-Investment, die den Deal für die BVK abgewickelt hatten, übertroffen werden.

Gleichzeitig erwarb die BVK ein Wohnimmobilienportfolio in der gleichen Stadt, welches 18 zentralliegende Objekte mit mehr als 1000 Wohnungen umfasst. Der Vermietungsgrad liegt über 95 Prozent. Das Portfolio soll offenbar langfristig gehalten werden, da die BVK eine stabile Performance aus den Wohnungen erwartet. Die Umschichtung erfolgt auch in Antizipation einer turbulenteren Phase, wodurch Kapital in das stabilere Anlagesegment Wohnimmobilien umgeschichtet wurde.

„Der Verkauf des Office-Investments markiert einen bedeutenden Meilenstein. Wir konnten zu einem Zeitpunkt, zu dem der Markt hervorragende Fundamentaldaten aufweist und Alternativen nach wie vor teuer sind, eine für die BVK starke Investmentperformance realisieren und gleichzeitig Kapital in eine stabilere Anlageklasse umschichten“, so Jean-Antoine Robert, Portfoliomanager für CBRE Global Investors. „Die Wohnungsnachfrage in den japanischen Großstädten boomt weiter. Das Portfolio ist eine hervorragende Ergänzung zu den bestehenden Wohnimmobilien-Investments des Kunden in Japan.“ Für die BVK ist das neue Investment das dritte Investment in Japan.

Boomender Büromarkt

Die Stuttgarter Versicherung hat indes einen Forward-Deal getätigt. Dabei handelt es sich um ein Hotel- und Bürogebäude in Stuttgart, welches sich in der Entwicklung befindet. Es ist bereits vollständig vorvermietet. Eine Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2020 geplant. Die Transaktion wurde von Barings im Rahmen eines Seperate-Account-Mandats ausgeführt. Christoph Wittkop, Managing Director bei Barings Deutschland, kommentierte dazu: „Nach der Fertigstellung wird das Objekt ein modernes Gebäude sein, das der wachsenden Nachfrage nach Hotelbetten und Bürofläche im Raum Stuttgart Rechnung trägt. Der Mikrostandort der Immobilie befindet sich gegenwärtig in einer größeren Entwicklung, wozu auch der Bau neuer Büroobjekte für Daimler und die Allianz gehört. Die Immobilie wird langfristig stabile Erträge erbringen und unterstützt daher die deutsche und europäische Core-Strategie unseres Kunden.“

Laut Savills boomt der deutsche Büroimmobilienmarkt weiterhin. Das Transaktionsvolumen von Büro- und Wohnimmobilienmarkt lag im Juli mit 6,4 Milliarden 5,2 Prozent über dem durchschnittlichen monatlichen Volumen der vergangenen fünf Jahre. Dabei ist die durchschnittliche Transaktionsgröße von Büroimmobilien mit 55,4 Millionen Euro so groß wie nie.

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