Immobilien
18. Dezember 2019

Deutsche Versicherungsriesen globalisieren Immobilienportfolio

Munich Re und Allianz haben ihre wohl letzten Immobilientransaktionen im Jahr 2019 unter Dach und Fach gebracht. Die Rückversicherung wurde in New York fündig, der Erstversicherer in Indien.

Munich Re Group, beraten durch Meag, hat den künftigen Erwerb des Bürohochhauses 330 Madison Avenue in New York City gesichert. Das 39 Stockwerke hohe Gebäude wurde 1963 erbaut und 2012 umfassend renoviert. Dabei wurde es mit einer neuen Fassade, einer Empfangshalle sowie einer umfassend modernisierten Klimatisierung entsprechend der Leed Gold Standard Zertifizierung ausgestattet.

Das Gebäude befindet sich in direkter Nähe zur Grand Central Station. Das Bürohochhaus mit rund 80.000 Quadratmeter Gesamtmietfläche ist zu 95 Prozent unter anderem an Guggenheim Partners, Jones Lang LaSalle und HSBC vermietet.

Dr. Hans-Joachim Barkmann, Meag-Geschäftsführer, kommentiert: „Diese Investition ist aus mehreren Gründen für uns attraktiv: Entsprechend dem US-Anteil am Versicherungsgeschäft von Munich Re investieren wir gerne in den USA. Der US-Immobilienmarkt im Allgemeinen ist aus Renditegesichtspunkten derzeit dem kontinentaleuropäischen überlegen – und Midtown Manhattan im Speziellen weist eine weltweit einzigartige und zukunftssichere Standortqualität auf. Die Tatsache, dass wir eine Transaktion dieser Größenordnung in so kurzer Zeit erfolgreich abschließen werden, unterstreicht zudem unsere Agilität in global exponierten Märkten mit hoher Wettbewerbsintensität.“

Tony Kuczinski, CEO Munich Reinsurance America, ergänzt: „Mit dem Erwerb von 330 Madison Avenue ergänzen wir unser Immobilienportfolio um eine herausragende Adresse. Das Gebäude eignet sich hervorragend, um unsere bestehenden New Yorker Geschäftsaktivitäten im Laufe der Zeit an diesem Ort zu bündeln. Die Akquisition ist somit nicht nur wirtschaftlich sinnvoll für uns, sondern auch von strategischer Bedeutung.“

Allianz investiert in Indien

Allianz Real Estate und die Shapoorji Pallonji Group haben über das gemeinsame Joint Venture SPREF II Pte. Ltd. 100 Prozent der Wertpapiere des indischen Unternehmens TSI Business Parks (Hyderabad) Private Limited erworben. TSI besitzt, betreibt und unterhält Waverock, die Projektentwicklung einer Sonderwirtschaftszone (SEZ) in Hyderabad, Indien. Der Kaufpreis beträgt 250 Millionen US-Dollar. Allianz Real Estate handelte im Auftrag mehrerer Unternehmen der Allianz Gruppe. Das Objekt ist voll vermietet und zählt Firmen wie Apple, TCS, Accenture, DBS, GAP IT und DuPont zu seinen Mietern.

Die Strategie von SPREF besteht darin, strukturelle Trends in den sechs Tier-1 Städten Indiens zu nutzen, um ein langfristiges Büro-Portfolio aufzubauen, das nachhaltige Cashflows generiert. Dazu investiert es in eine Mischung aus Develop-to-core-Immobilien, Forward Purchase-Transaktionen sowie aus Objekten, die neu ausgerichtet werden müssen oder auf dem Weg dorthin sind. Die sechs Zielstädte sind Mumbai, Bangalore, Hyderabad, Pune, Chennai und sowie die National Capital Region. SPREF II verfügt über Eigenkapitalzusagen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar von seinen Investoren.

„Dies ist eine der wichtigsten Projektentwicklungen in Indien und eine hervorragende Ergänzung des weltweiten Allianz-Büroportfolios in den sogenannten 24/7-Städten“, sagt Rushabh Desai, CEO Asia-Pacific der Allianz Real Estate. „Unsere erste Investition in SPREFII, SP Infocity Pune, liegt über dem Businessplan. Büroinvestitionen in Indien bieten weiterhin attraktive risikobereinigte Renditen.“

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