Recht, Steuer & IT
21. Juni 2019

DSGV fordert Einführung von EZB-Staffelzins

Deutscher Sparkassen- und Giroverband mahnt zur Abmilderung einer expansiven Geldpolitik. ‚Schweizer Modell‘ als Vorbild.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hält angesichts der aktuellen Diskussionen um eine weitere Ausweitung der geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Einführung von EZB-Staffelzinssätzen für immer wichtiger. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass andere Länder wie Japan oder die Schweiz bereits seit Jahren die Auswirkungen einer expansiven Geldpolitik auf den jeweiligen Bankensektor mit solchen Maßnahmen abmildern würden. Dies forderte der Verband in einer Pressemitteilung.

Einen sinnvollen Ansatz sieht der DSGV dabei im sogenannten ‚Schweizer Modell‘. Wenn die Banken und Sparkassen einen Freibetrag in Höhe des Zehnfachen des Mindestreservesolls angerechnet bekämen, rechnet er vor, würde das die jährliche Belastung des Bankensektors im gesamten Euroraum von 7,2 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro, also um gut 60 Prozent senken. Nach Ansicht des DSGV wäre dies ein guter Weg, um Stabilitätsrisiken an dieser Stelle zu minimieren. Eine mögliche Ausweitung der expansiven Geldpolitik betrachtet der DSGV in jedem Fall mit Sorge. Der beste Weg, die unerwünschten Auswirkungen der expansiven Geldpolitik einschließlich der Negativzinsen der EZB zu beenden, sei nach wie vor eine schrittweise Normalisierung.

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