Alternative Anlagen
28. Oktober 2019

Erneuerbare decken rund 43 Prozent des Stromverbrauchs

Kohle mittlerweile weit abgeschlagen. Weiterer Ausbau von Wind und Photovoltaik stockt.

Nach Zahlen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten Erneuerbare Energien in den ersten neun Monate fast 43 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stellt dies ein Anstieg von fast fünf Prozentpunkten dar. 2018 lag der Anteil Erneuerbarer im gleichen Zeitraum bei 38,1 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnen die Institutionen bei gleichbleibender Tendenz mit einem Anteil von rund 42 Prozent.

In absoluten Zahlen wurden rund 183 Milliarden kWh Strom aus Erneuerbaren erzeugt. Dabei entfielen rund 72 Milliarden kWh auf Onshore-Wind, 41 Milliarden kWh auf Photovoltaik, Offshore-Wind 17 Milliarden kWh und 16 Milliarden kWh auf Wasserkraft. Offshore-Wind konnte einen Zuwachs von 31 Prozent verzeichnen. Damit ließen Erneuerbare Kohle weit hinter sich. Trug Braun- und Steinkohle in den ersten drei Quartalen noch 171,1 Milliarden kWh bei, waren es in den ersten neun Monate 2019 nur noch 125 Milliarden kWh. Erdgas nahm dagegen mit 66 Milliarden kWh einen wichtigeren Stellenwert ein. Die beiden Institutionen warnten trotz der positiven Zahlen, dass der Ausbau bei Wind- und Photovoltaik zuletzt stark ins Stocken geraten war. Die Bundesregierung drohe, das Ausbauziel von 65 Prozent Erneuerbare bis 2030 zu verfehlen.

Swiss Life mit Akquisition

Gerade Versicherungen sind im Bereich Erneuerbare Energien seit Jahren aktiv. Der Asset-Management-Arm der Schweizer Versicherung Swiss Life gab nun bekannt, den Clean Energy Investment Manager Fontavis AG erworben zu haben. Fontavis managt drei Erneuerbare-Energien-Fonds mit einem Anlagevolumen von mehr als einer Milliarde Schweizer Franken. Swiss Life plant, 100 Millionen Schweizer Franken in einen der drei Fonds als Co-Investment zu geben. Im Vordergrund scheinen jedoch die attraktiven Gebühren zu stehen. „Die Übernahme ist ein weiterer wichtiger Schritt unserer erfolgreichen Wachstumsstrategie im Anlagegeschäft für Drittkunden und stärkt gleichzeitig unsere Position im Infrastrukturmarkt. Anleger berücksichtigen neben finanziellen Aspekten vermehrt auch Nachhaltigkeitskriterien und möchten entsprechende Anlageprodukte in ihrem Portfolio aufnehmen“, kommentierte Michael Klose, CEO Third-Party Asset Management von Swiss Life Asset Managers, die Transaktion.

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