Strategien
11. April 2019

ESG-Investitionen stark angestiegen

75 Prozent der institutionellen Investoren halten 25 Prozent oder mehr ihrer Anlagen in Fonds, die ESG-Kriterien berücksichtigen. Weltweite Umfrage von BNP Paribas Securities Services.

Wie eine weltweite Umfrage von BNP Paribas Securities Services unter Asset Managern und institutionellen Investoren zeigt, steigt die ESG-Integration stark an. Mehr als 65 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihren Investitionsrahmen an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausrichten. Das teilte BNP Paribas am Dienstag im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Studie mit. Daten und Technologiekosten seien allerdings nach wie vor Hindernisse für die ESG-Integration, doch die Anleger sind optimistisch: Über 90 Prozent erwarten, dass bis 2021 mehr als 25 Prozent ihrer Fonds auf ESG-Kriterien ausgerichtet sein werden. Zu den wichtigsten Ergebnissen des ESG Global Survey 2019 gehört, dass die ESG-Investitionen im Vergleich zu 2017 deutlich angestiegen sind: 75 Prozent der institutionellen Investoren und 62 Prozent der Asset Manager halten 25 Prozent oder mehr ihrer Anlagen in Fonds, die ESG-Kriterien berücksichtigen (im Vergleich zu 48 beziehungsweise 53 Prozent in 2017). 65 Prozent der Befragten passen ihren Investitionsrahmen an die SDGs an, hauptsächlich indem sie für die Unternehmen, in die sie investieren, SDG-bezogene Umsatzziele festlegen.

Daten und Technologiekosten als Hürde

Ein Drittel der Befragten nennt Technologiekosten als Hindernis für die ESG-Integration (Verdoppelung von 16 Prozent im Jahr 2017). Wie schon 2017 sind Daten demzufolge noch immer das größte Hindernis – vor Kosten, den nicht ausreichend fortgeschrittenen Analysefähigkeiten und den Risiken des „Greenwashing“. Mittlerweile scheint ESG in den Augen der Befragten auch ein Faktor für die Outperfomance geworden zu sein: Für 52 Prozent der Befragten zählen verbesserte langfristige Renditen zu den drei wichtigsten Gründen für ESG-Investitionen. 60 Prozent aller Befragten erwarten, dass ihre ESG-Portfolios in den kommenden fünf Jahren eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen werden. 29 Prozent der Befragten sehen in Bereich ESG-Investments auch einen Trend zur Weiterbildung von Mitarbeitern und die Schaffung neuer Stellen durch die Einstellung von Quereinsteigern.

Florence Fontan, Head of Asset Owners bei BNP Paribas Securities Services, sagt: „ESG-Investments werden für Anleger immer wichtiger und unsere Umfrage zeigt, dass Anleger bei ihren Investitionen sowohl auf den Sinn als auch auf die Wertentwicklung achten. Die praktische Integration ist aufgrund von Daten- und Technologiehürden mit Herausforderungen verbunden. Tiefgreifende ESG-Anlagen stecken noch in den Kinderschuhen. In den nächsten zwei Jahren kommt es daher darauf an, den richtigen Anlagemix, die erforderliche Technologie sowie entsprechend ausgebildete Experten zu entwickeln.“

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