Versicherungen
12. Dezember 2018

Gothaer kauft staatlich besicherte Exportkredite

Windräder-Finanzierungen in 2018. Pläne für Handelsfinanzierungen in 2019.

Für die Gothaer Versicherung war das Jahr 2018 in Sachen Kapitalanlagen ein solides Jahr. Der Versicherungskonzern mit seinen drei Sparten Sachversicherung, Kranken- und Lebensversicherung ist zur Bilanzierung nach HGB zurückgekehrt und weist danach ein Kapitalanlagevolumen von 28,771 Milliarden Euro aus. In der Lebensversicherung liegt die Rendite für 2018 voraussichtlich bei 3,2 Prozent, nach 4,5 Prozent in 2017. In der Kapitalanlage hat der Gothaer Konzern sein Portfolio in 2018 leicht angepasst. Der Anteil der sehr liquiden Assets sei leicht abgebaut worden um 0,3 Prozent auf 85,4 Prozent mit Stichtag zum 30. September. Bei Staatsanleihen und Pfandbriefen habe man stärker diversifiziert, dieser Bereich wuchs um 2,2 Prozent, während Staatsanleihen aus Südeuropa dagegen abgebaut wurden. Unternehmensanleihen wurden um 3,3 Prozent auf 60,9 Prozent des Portfolios reduziert. Insgesamt stehe man gut da: „Der Anteil der Anlagen mit einem Investmentgrade-Rating ist mit 95,5 Prozent weiterhin auf hohem Niveau“, sagte Finanzvorstand Harald Epple auf der Jahresabschlusspressekonferenz in Köln.

Immobilien-Zielquote von zehn Prozent
Der Anteil der Immobilien im Portfolio sei im laufenden Jahr leicht um 0,5 Prozent auf 8,9 Prozent gestiegen. „Unsere Zielquote bei Immobilien ist noch nicht erreicht. Wir wollen hier Richtung zehn Prozent gehen“, sagte Finanzvorstand Harald Epple. Investiert werde im Immobilienbereich vorwiegend in Fremdkapital und Mezzanine-Instrumente und weniger in Wohnimmobilien. Das Investment erfolge über Fonds. Über die nächsten zwei Jahre sollen Immobilienfinanzierungen in Höhe von insgesamt 300 bis 400 Millionen Euro ausgebaut und die Creditpositionen abgebaut werden, so Finanzvorstand Epple.

Außerdem hat die Gothaer mit einer neuen Anlageform begonnen: Staatlich besicherte Exportkredite. Damit seien in 2018 Windräder finanziert worden, die Finanzierungen seien hier durch die Staaten Dänemark und Schweden abgesichert. Für 2019 plant der Konzern weitere Investitionen in dieses Anlagesegment: „Für uns ist das ein Ersatz für Staatsanleihen“, sagte Epple. „Wir sind aber nicht auf Erneuerbare Energien beschränkt.“ Für 2019 kündigte der Versicherer ein Investitionsvolumen in staatlich besicherte Exportkredite von bis zu 500 Millionen Euro an. Auch soll erstmals in 2019 ein Betrag von bis zu 500 Millionen Euro in besicherte Handelsfinanzierungen investiert werden.

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