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BONN – Die sicherste Anlageklasse ist langfristig die riskanteste – zumindest in einer lang andauernden Niedrigzinsphase. Darauf hat nun die Bafin reagiert und erhebt in einer bislang einmaligen Vorgehensweise eine Niedrigzinsumfrage unter den Lebensversicherungen.
Während die Stresstests Erkenntnisse über die kurzfristigen Auswirkungen von Kapitalmarktbewegungen liefern sollen, hat die Niedrigzinsumfrage dagegen einen langfristigen Horizont. Ziel der Umfrage war es, den Einfluss möglicher langfristiger Änderungen am Kapitalmarkt auf die Ertragslage der Lebensversicherungsunternehmen unter Modellannahmen zu untersuchen. Die Umfrageteilnahme war freiwillig.
Die Aufsicht hat drei pessimistischen Szenarien vorgegeben: Die Entwicklung unter der Annahme, dass die Marktverhältnisse sich nicht ändern. Zweitens die Auswirkungen sinkender Zinsen. Drittes Szenario ist, dass nicht nur die Zinsen sinken, sondern auch noch die Aktienkurse fallen. „Bei ihren Prognosen sollen die Lebensversicherer auch mögliche Gegenmaßnahmen ausblenden, damit wir den größtmöglichen Schaden ermitteln können“, erläutert eine Bafin-Sprecherin die Präventivmaßnahme.
Der Langfristgedanke ist in den vorgegebenen Zeiträumen erkennbar. Bis 2018 soll der in diesen Szenarien bis dahin mögliche Kapitalanlagenbeitrag ermittelt und bis 2027 soll der Zinsbedarf modelliert werden. Der Abgabetermin war der 4. November. Die meisten Versicherer haben ihre Zahlen eingereicht. Die Auswertung steht aber noch aus.
portfolio institutionell newsflash 18.11.2009/pe/jan
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