Vom Deutschlandfonds über Renewables bis hin zu den Klimapfaden: Das Themenspektrum der Panels beim Private Markets Forum war vielfältig und dennoch voller Schnittmengen. So verlangt der Ausbau Erneuerbarer Energien und flexibler Speicher Milliarden an Investorenkapital. Wie sich mit der Dekarbonisierung Geld verdienen lässt, auch das wurde thematisiert.
Private Markets brauchen viel mehr Öffentlichkeit – dies sagen zumindest viele, sich mit Eltifs oder Evergreen-Funds wappnende General Partner, mit denen sie in den Kampf um die lukrativen Wholesale- und Retail-Gelder ziehen wollen. Institutionelle Anleger verfolgen diese Pläne eher mit Skepsis. Zurückhaltung herrschte seit dem Zinsanstieg auch bezüglich neuer Commitments, was teils einem Mangel an Exits und teils wieder attraktiven Anleihemärkten geschuldet ist. Zur Erörterung der Lage und zur Lösungssuche auch gerade bezüglich von Selektionsfragen lud portfolio institutionell etwa 50 LPs und acht GPs auf das zweite Private Markets Forum nach Düsseldorf – und um den Private Markets zumindest etwas Öffentlichkeit zu geben.
Die Stiftung EVZ verfolgt in der Kapitalanlage drei Ziele: Für den Stiftungszweck sind ordentliche Erträge zu generieren, das Kapital ist real zu erhalten und es braucht Liquidität. Für diese Ziele wurde die Kapitalanlage – derzeit 640 Millionen Euro – im Verlauf der Jahre immer wieder mit Aktien, Infrastruktur und jüngst Private Debt weiter diversifiziert und optimiert. Ebenfalls stetig weiterentwickelt wurde die Nachhaltigkeitsstrategie der Stiftung.
Nach Niedrigzinsphase und Zinsschock schwenken einzelne Stiftungen wieder zurück und stocken ihre Zinsanlagen massiv auf. Ein einseitiger Fokus auf Anleihen könnte sich im nächsten Inflationsschock jedoch rächen.
Ihr Vermögen von über 400 Millionen Euro investiert die gemeinnützige Stiftung unter anderem in Aktien, Private Equity und Private Debt. Für ihre Stiftungsarbeit ist sie auf laufende Erträge angewiesen.
Der Nachfolger von Patrick Busch, der zum Family Office Arboris gewechselt ist, steht fest. Den Führungsposten übernimmt ein promovierter Wirtschaftswissenschaftler und CFA-Charterholder.