Stiftungen
23. Juli 2019

Jahresergebnis der DBU sinkt wegen rückläufiger Aktienkurse

Überschuss der Vermögensanlage schrumpft von 123,5 Millionen auf 95,2 Millionen Euro in 2018. Höhere Abschreibungen auf Wertpapiere.

Mit einem Gewinn aus der Vermögensanlage von 95,2 Millionen Euro nach 123,5 Millionen Euro im Vorjahr war das Jahrergebnis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für 2018 rückläufig. Nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen betrug das Jahresergebnis 87,1 Millionen Euro (2017: 115,7). Grund dafür seien höhere Abschreibungen auf Wertpapiere, vor allem aufgrund rückläufiger Aktienkurse 2018 gewesen. Das gab die DBU am Dienstag im Rahmen der Veröffentlichung ihres Jahresberichts für 2018 bekannt.

Die gute Nachricht: Zum dritten Mal in Folge erhöhte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt 2018 ihre Fördermittel auf nunmehr 52,7 Millionen Euro (2017: 51,4) und unterstützte 213 Projekte (2017: 207). Das Stiftungskapital stieg von 2,24 auf 2,28 Milliarden Euro. „Damit erhalten wir nach Abzug der Inflationsverluste den realen Wert des Stiftungskapitals und bleiben trotz extrem niedriger Zinsen und eines sehr schwierigen Kapitalmarktumfelds ein stabiler und verlässlicher Fördermittelgeber“, sagte DBU-Finanzchef Michael Dittrich. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, dass die DBU auch in den nächsten Jahren an dem Ziel festhalten wolle, das Fördermittelniveau stabil zu halten. „Die weitsichtige Strategie in der stiftungseigenen Vermögensanlage hat dafür alle Voraussetzungen geschaffen.“ Und Michael Dittrich ergänzte: „Für das laufende Jahr 2019 planen wir derzeit sogar mit einem erneut steigenden Fördermittelbudget von knapp 58 Millionen Euro.“

Bis zu 24 Prozent in Aktien

Hinsichtlich der Niedrigzinssituation und der Lage an den Börsen zeigte sich die DBU skeptisch: Die Zinsen würden auf absehbare Zeit nicht deutlich steigen. „Und an den Aktienmärkten müssen wir uns nach starken Jahren mit deutlichen Kurssteigerungen künftig auf stärkere Schwankungen und rückläufige Kurse einstellen. Das schwächere Wachstum wird sich früher oder später auch an den Börsen bemerkbar machen“, führte Dittrich aus.

Die grobe Asset Allocation der Stiftung sieht vor, dass mindestens 66 Prozent des Stiftungskapitals in verzinslichen Wertpapieren, bis zu 24 Prozent in Aktien und bis zu zehn Prozent in Immobi­lien und nachhaltigen Sachwerten angelegt werden können. Grundlage dieser Betrachtung seien die Buchwerte, das heißt bei einer Betrachtung zu Marktpreisen könne der tatsächliche Anteil der Aktien durch stille Reserven oder stille Verluste höher oder niedriger sein, heißt es im Jahresbericht. Bei den Aktien werde ganz überwiegend in marktbreite deutsche und europäische Standardtitel investiert.

Die Deutsche Bundestiftung Umwelt habe seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit im März 1991 für mehr als 9.700 Projekte rund 1,8 Milliarden Euro an Fördermitteln bewilligt und damit deutlich mehr Geld in den innovativen Umweltschutz investiert, als sie seinerzeit als Stiftungskapital erhalten hatte (1,288 Milliarden Euro), schrieb die Stiftung in einer Pressemitteilung.

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