Alternative Anlagen
8. November 2019

Konsortium erwirbt Windkraftprojekt in Schweden

Koreanische Anleger, Siemens und NAEV investieren. Prime Capital strukturiert, Deka finanziert.

Prime Capital und Deka haben die Transaktion eines 254 Megawatt Onshore-Windprojekts in Schweden bekannt gegeben. Das in enger Zusammenarbeit mit Siemens Gamesa Renewable Energy realisierte Projekt wurde von einem Konsortium aus koreanischen institutionellen Investoren, Siemens Financial Services und der Nordrheinischen Ärzteversorgung von Holmen AB, einem der größten Waldbesitzer Schwedens, erworben. Prime Capital hat das Projekt strukturiert und kommerzialisiert und wird es im Auftrag des Konsortiums bauen und verwalten. Die Deka-Bank hat als alleiniger Arrangeur und Kreditgeber eine Finanzierung in Höhe von 182 Millionen Euro für den Bau und Betrieb des Onshore-Windparks „Stavro“ in Schweden vergeben.

Das Windenergieprojekt wird im nördlichen Teil Schwedens, nordwestlich von Umeå erstellt. Stavro wird voraussichtlich Ende 2021 operativ sein und verfügt über einem 30-jährigen Wartungsvertrag. Andreas Kalusche, CEO von Prime Capital, sagt: „Erneuerbare Energien sind zu einem reifen Segment des Infrastruktursektors mit nachgewiesener Erfolgsbilanz geworden, in das immer mehr Investoren investieren. Es ist unser erklärtes Ziel, deutschen und internationalen Investoren den Zugang zu diesen Investments zu ermöglichen, damit sie in diesem Segment überdurchschnittliche Renditen erzielen und gleichzeitig ihr Engagement in grüne Investments erhöhen können.“ Dr. Mathias Bimberg, Leiter Infrastruktur, erläuterte: „Skandinavischer Wind steht im Mittelpunkt unserer aktuellen Strategie für erneuerbare Energien. Hier verfügen wir über einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil bei der Projektdurchführung sowie auch über äußerst günstige Investitionsbedingungen.“

PPA mit Google und Holmen

Stavro wird seine Energie-Produktion über zwei Corporate PPAs an Google und Holmen AB veräußern. Die Vereinbarung mit Google ist Teil eines größeren Pakets, das von Google Anfang des Jahres in Schweden und Finnland unterzeichnet wurde und das sicherstellen wird, dass nahezu der gesamte Energieverbrauch des Google Data Centers in Hamina aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Die andere, die mit Holmen AB unterzeichnet wurde, wird die Papier-und Pappefabrik von Holmen mit sauberer Energie versorgen. Während sich die Alphabet-Tochter Google verpflichtet, eine variable Strom¬menge abzunehmen, wurde mit Holmen ein fester Lieferumfang vereinbart.

Der Anteil der in Schweden genutzten erneuerbaren Energien nimmt laut Deka kontinuierlich zu. Bereits 2012 erreichte das Land das von der Regierung für 2020 gesetzte Ziel von 50 Prozent. Für den Stromsektor ist das Ziel eine 100-prozentige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2040.

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