Alternative Anlagen
16. Januar 2019

Marktvolumen für Cat Bonds 2018 auf Rekordniveau

Neuemissionen in Höhe von 13,9 Milliarden Dollar. Swiss Re korrigiert Verlustprognose.

Das Marktvolumen für Cat Bonds (Katastrophenanleihen) und zugehörige Insurance-Linked Securities (ILS) hat im Jahre 2018 ein Rekordniveau erreicht, wie der auf diesen Markt spezialisierte Informationsdienstleister Artemis mitteilt. Durch Neuemissionen in Höhe von 13,9 Milliarden Dollar beträgt das Volumen der ausstehenden Anleihen und ILS zum Jahreswechsel 37,8 Milliarden Dollar. Dabei hat jedoch vor allem ein Boom bei Hypotheken-ILS im letzten Quartal zu diesem Rekord beigetragen. Um diese bereinigt, gehen die Neuemissionen von Cat Bonds und zugehörigen ILS gegenüber 2017 auf hohem Niveau leicht von 11,9 Milliarden Dollar auf 10,9 Milliarden Dollar zurück.

Rückversicherer wurden durch hohe globale Schäden in 2017 und 2018 zuletzt stark gebeutelt. So hat die Swiss Re für 2018 ihre Verluste durch Katastrophenschäden und menschengemachte Schäden vor Steuern auf 2,9 Milliarden Dollar geschätzt, von denen aber ein Teil durch Retrozessionsgesellschaften getragen wird. Sie musste dabei im letzten Quartal insbesondere eine Anpassung der Verlusthöhe von japanischen Typhoonschäden über 320 Millionen Dollar verkraften. Die hohen Schäden machen sich auch auf dem ILS-Markt bemerkbar. So gab der Eurekahedge ILS Advisers Index 2018 um 5,60 Prozent nach, wobei sich insbesondere die Waldbrände in Kalifornien und die Erhöhung der Verlustreserven negativ auswirkten. Ob sich durch die hohen globalen Schäden (in 2017 und 2018 zusammen über 200 Milliarden Dollar) höhere Preise erwarten lassen, ist noch unklar. Swiss Re und Hannover Rück rechneten im September 2018 mit stabilen Preisen für das Jahr 2019.

In Deutschland haben Naturgefahren 2018 laut Versicherungsverband GDV versicherte Sachschäden in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verursacht. Dies liegt knapp über dem 15-Jahresdurchschnitt in Höhe von 2,6 Milliarden Euro und deutlich über der Schadenssumme von 2017. Dabei wiegen vor allem Sturm- und Hagelschäden mit 2,2 Milliarden Euro schwer in der Bilanz.

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