19. Juni 2017

Naher Osten und Blackrock dominieren Ranglisten der größten Investoren und Asset Manager

Vier arabische Investmentfonds in Top 10. Blackrock bei Assets under Management und Inflows deutlich an Spitze.

Von der Top 10 der weltweit größten staatlichen Investmentfonds stammen vier von der arabischen Halbinsel und je zwei aus China und Singapur. Angeführt wird das Feld vom norwegischen Ölfonds unter CEO Yngve Slyngstad (Bild), der 873 Milliarden Euro anzulegen hat. Komplettiert wird die Top 10 durch die 380 Milliarden Euro schwere italienische Staatsbank Cassa Depositi e Prestiti. Insgesamt sind die zehn größten Staatsfonds in der Verlegenheit, 4,8 Billionen Euro investieren zu müssen. Diese Daten, über die zunächst die FAZ berichtete, stammen vom Official Monetary and Financial Institutions Forum.
Wie die Organisation weiter analysierte, legte das Volumen aller Anlagen von Staatsfonds, Pensionsfonds und Notenbanken im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 31,8 Billionen Euro zu. Motor des Zuwachses waren vor allem Pensionsfonds, deren Anlagevolumen sich um 413 Milliarden Euro erhöhte. Wie hoch das Wachstum künftig ausfallen wird, hängt stark von der Entwicklung von Immobilien und „grünen Werten“ ab. Diese Assets stehen nämlich bei den Anlagechefs auf der Kaufliste ganz oben. In diese Statistik gingen 750 Finanzinstitutionen weltweit ein.
Auf der Liste der größten Asset Manager thront auch Ende 2016 Blackrock mit Assets under Management von nun 4,9 Billionen Euro und damit einem Marktanteil von 7,7 Prozent sowie Inflows von 192 Milliarden Euro – knapp dreimal (!) so viel wie Amundi auf Platz zwei – an der Spitze. Um diese Manager-Statistiken machte sich IPE verdient. 
AuM- und Inflow-Krösus Blackrock
Der größte kontinentaleuropäische Asset Manager ist mit 1,1 Billionen Euro nach der Übernahme von Pioneer auf Platz 11 Amundi. Insgesamt zwölf Häuser zählen zum Club der Billionäre. Die Deutsche Asset Management landet als größtes deutsches Haus nach größeren Asset-Verlusten mit 706 Milliarden Euro auf Platz 19. Zusammen mit Aberdeen, Wells Fargo, UBS und Kames landete die „Deutsche“ auf der Liste der größten Vermögensabflüsse. Die betragsmäßig deutlich größer ausfallenden Top 5 der Zuflüsse verzeichneten Blackrock, Amundi, Axa IM, Goldman Sachs Asset Management und JP Morgan. Wie bereits 2015 wuchsen die globalen Assets der Top 400 Asset Manager auch im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf nun 63 Billionen Euro.      
portfolio institutionell newsflash 19.06.2017/Patrick Eisele 
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