Alternative Anlagen
27.11.2017

Infrastruktur-Strategien werden aggressiver

Preqin: Core und Core+ dominieren. Wachstum aber bei Value add.

Auf dem Markt für ungelistete Infrastrukturfonds dominieren Strategien, die dem Image der Asset-Klasse gerecht werden, stetige aber niedrige Renditen mit überschaubarem Risiko zu verfolgen. Core und Core+ dominieren. Das Wachstum liegt jedoch bei Vale-add-Fonds. Deren Assets under Management machen nun ein Fünftel des Gesamtmarkts aus. Vor einer Dekade waren es noch nur acht Prozent. Diese Statistik veröffentlichte vor kurzem das Analysehaus Preqin. 

Core+-Fonds managten im März 2017 157 Milliarden Dollar, Core-Fonds wiederum kamen auf 102 Milliarden Dollar. Diese beiden Segmente wuchsen in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 16 Prozent beziehungsweise um neun Prozent pro Jahr. Dagegen legte Value-add pro Jahr um 31 Prozent und absolut von acht auf 86 Milliarden Dollar zu. Eine Befragung von Investoren ergab, dass für 35 Prozent Core am attraktivsten sei, für 28 Prozent der Investoren dagegen Value add. 

Tom Carr, Preqins Head of Real Assets Products, kommentiert: „Dadurch dass ungelistete Infrastruktur zu einem Bestandteil in den Portfolios der Investoren wurde und der Wettbewerb unter den Fondsmanagern zunahm, sehen wir zunehmend Vehikel, die auf der Risikoleiter nach oben steigen.“ Auch wenn Core und Core+ das größte Infrastruktursegment bleibe, hätten Value-Add-Fonds in den vergangenen zehn Jahren eine viel größere Wachstumsrate gehabt. Dass innerhalb Infrastruktur immer noch Core und Core+ dominiert, führt Carr teilweise auf das Zinsumfeld zurück, welches manche Investoren von klassischen Fixed-Income-Produkten zu Infrastruktur geführt habe.

portfolio institutionell 27.11.2017/Patrick Eisele

 
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