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01.12.2010

AGI: Banken sollen wegen Zinsänderungsgefahr diversifizieren

Sparkassen-Verband in Berlin

Sparkassen-Verband in Berlin

Eine Diversifizierung zugunsten Aktien und Alternatives wird empfohlen.

FRANKFURT - Deutsche Volksbanken und Sparkassen sollten ihre bondlastigen Portfolios besser diversifizieren, um Kursverluste zu begrenzen, die mit steigenden Zinsen verbunden sind. Das ist das Fazit einer neuen Untersuchung der Allianz Global Investors (AGI).

Wie aus der Befragung hervorgeht, haben die Kreditinstitute drei Viertel ihres Vermögens in Pfandbriefe, Staatsanleihen und Geldmarktinstrumente investiert. Der Rest entfällt jeweils zur Hälfte auf Unternehmensanleihen bester Bonität und auf Aktien und Immobilien.

Falls die Zinsen wieder steigen, würde ein derart strukturiertes Portfolio erheblich unter Kursverlusten leiden. Deshalb sollten die Banken und Sparkassen den Portfolioanteil der Pfandbriefe, Staatsanleihen und Geldmarktinstrumente laut AGI auf 50 Prozent zurückfahren. Die Anteile der Unternehmensanleihen, Aktien und Alternatives sollten dagegen so weit erhöht werden, dass sie etwa 40 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen.

Ebenso wichtig sei die zusätzliche Installation eines leistungsfähigen Risikomanagements, so Henning Schneider, Leiter Vertrieb Banken bei der AGI. Dafür kämen die AGI-Einheiten RCM Systematic und risklab in Frage. Diese haben laut Schneider seit 1997 mehr als 700 Wertsicherungsniveaus ausnahmslos eingehalten - also auch im Krisenjahr 2008.

Für ihre Untersuchung ließ die AGI 45 Sparkassen und Volksbanken befragen. Als wichtigste Prioritäten nannten die Umfrageteilnehmer die Generierung stabiler Erträge sowie die Nutzung der zurückerlangten Risikotragfähigkeit zur Stabilisierung des Zinsergebnisses.

Die AGI veröffentlichte zudem einen Vergleich der aktuellen Renditen für Geldmarktinstrumente, Staatsanleihen, Corporate Bonds und Anleihen aus den Schwellenländern mit denen vor vier Jahren. Demnach ist die Rendite für Geldmarktinstrumente seit 2006 von 3,7 auf nur 0,52 Prozent gesunken. Mit Staatsanleihen erzielt man heute 2,9 Prozent nach vier Prozent vor vier Jahren.

Die Renditen für Unternehmensanleihen und für Bonds aus den Schwellenländern sind leicht gefallen: Corporate Bonds werfen aktuell 3,6 Prozent ab (2006: 4,4 Prozent) und Schwellenländer-Bonds 6,33 Prozent (2006: 6,8 Prozent).

portfolio institutionell newsflash 01.12.2010/jan/rko

 
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