Asset Manager
29.11.2017

AGI will weiter zukaufen

Andreas Utermann (Bild: AGI)

Firmenchef kündigt Konsolidierung an. Breites Spektrum an Renten im Blick.

Der Allianz-Konzern will im Geschäft mit Fonds weiter wachsen und plant dazu auch Zukäufe. Das berichtet die Zeitung „Welt am Sonntag“. Das Blatt beruft sich auf Aussagen von Andreas Utermann, Chief Executive Officer (CEO), Global Chief Investment Officer (CIO) und Co-Head der Allianz-Tochter Allianz Global Investors (AGI). „Die Konsolidierungswelle hat erst angefangen“, sagte Utermann. Dass die Frankfurter Zukäufe erwägen, ist an sich nichts Neues. Die Führungsriege signalisierte immer wieder Interesse an der Übernahme von Vermögensverwaltern, aber auch Start-ups sind für AGI von Interesse.

Hintergrund der jüngsten Übernahmeambitionen sei, dass 2016 erstmals seit 40 Jahren die Gesamteinnahmen der Branche zurückgegangen seien, während Regulierungs- und Vertriebskosten weiter stiegen. „Da ist eine Konsolidierung unausweichlich“, so Utermann. „Man braucht eine bestimmte Mindestgröße, um dabei überleben zu können.“ Sein eigenes Haus sieht Utermann dabei auf der Käuferseite. 

2016 hatte AGI bereits den auf globale Anleiheportfolien spezialisierten Investmentmanager Rogge Global Partners mit Sitz in London übernommen. In den vergangenen Monaten wurden zudem einzelne Teams aus anderen Häusern integriert. Jüngst gaben die Frankfurter bekannt, das globale Rentenportfoliomanagement mit zusätzlicher Expertise im Bereich US Fixed Income weiter ausbauen zu wollen. Seit 2012 stockte AGI weltweit das Rentenportfoliomanagement auf. Einerseits wollen die Hessen so das Angebot für die Kunden verbessern, andererseits will AGI den Asset-Mix diversifizieren. 

Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hat das Unternehmen die Bereiche asiatische Anleihen, Schwellenländeranleihen, UK-Anleihen und zuletzt Global Fixed Income aufgebaut. Summa summarum hat AGI in dem Zeitraum das Volumen der im Bereich Fixed Income gemanagten Kundengelder von 109 Milliarden auf 195 Milliarden Euro nahezu verdoppelt. „Da wird noch mehr kommen“, kündigte Utermann mit Blick auf Akquisitionen an. Vorteil der Allianz-Tochter sei, dass das Geschäftsmodell wie beim Mutterkonzern sehr langfristig angelegt sei. Dies sei für Übernahmekandidaten sehr attraktiv. „Bei uns gibt es keine kurzfristigen Sparrunden, und das gefällt vielen.“ Über alle Anlageklassen hinweg verwaltet AGI derzeit rund 498 Milliarden Euro.  

portfolio institutionell 28.11.2017/Tobias Bürger​

 
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