Auch deutsche Immobilien trugen zu dem positiven Ergebnis 2009 bei.
DUISBURG - Die Pensionskasse der Deutschen Wirtschaft (PKDW) hat dank einer guten Performance ihrer Aktien die Nettorendite im vergangenen Jahr leicht gesteigert.
Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht der PKDW hervorgeht, betrug die Nettorendite für das vergangene Jahr 4,1 Prozent nach vier Prozent für das Krisenjahr 2008, das die Kasse gut überstand (siehe frühere Meldung).
Die Aktienquote der Kasse lag Ende 2009 bei 4,6 Prozent des Anlagevolumens von 1,24 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,3 Prozent). Die Aktienanlagen verteilen sich auf einen wertgesicherten Hauptfonds und zwei Fonds ohne Sicherungsmaßnahmen. Der Hauptfonds erzielte 2009 sieben Prozent, während die zwei anderen Fonds 35 Prozent beziehungsweise 16 Prozent verdienten.
Die Bondquote der PKDW betrug Ende vergangenen Jahres 84 Prozent (Vorjahr: 82 Prozent) und umfasste Forderungen gegenüber Banken und dem Staat, Pfandbriefe sowie nachrangige Anlagen. Letzeres habe der Kasse allerdings etwas Geld gekostet.
Dazu hieß es von Seiten der PKDW: "In Abhängigkeit von der Eigenkapitalnähe der Nachrangposition kam es vereinzelt zu Kuponausfällen. Der daraus resultierende Schaden liegt in unserem Portfolio bei 100.000 Euro." Der Bestand wurde derweil gesenkt, und zwar von acht Prozent des Anlagevolumens auf 7,5 Prozent.
Dafür hat die Kasse ihren Anteil an Corporate Bonds 2009 nahezu verdoppelt, so dass die Quote nun bei 4,8 Prozent liegt. "Insbesondere um die Jahreswende 2008/2009 sowie im ersten Quartal des Berichtsjahres haben wir in diesem Segment Wertpapiere zu attraktiven Renditen erwerben können", so die PKDW.
Wie die PKDW weiter mitteilte, trugen die Immobilienanlagen (8,6 Prozent des Volumens) auch zu der positiven Rendite für 2009 bei. Erstmals seit Jahren zeigte sich die Kasse mit der Performance von gewerblichen Objekten in Deutschland zufrieden. Auch die Wohnobjekte hätten gute Rendite erwirtschaften, so die Kasse, ohne jedoch weitere Details zu nennen.
Unzufrieden war die Pensionskasse hingegen mit der Performance eines europäischen Immobilienfonds, der für 2009 ein Minus von knapp fünf Prozent auswies (Vorjahr: Plus 2,5 Prozent). Der Verlust dürfte aber das Gesamtportfolio nicht groß beschädigt haben, da die PKDW zu mehr als 90 Prozent direkt in Immobilien investiert ist. Im Alternatives-Bereich hat die Kasse ihren Anteil an Private Equity 2009 leicht erhöht, so dass die Quote derzeit bei 0,8 Prozent liegt.
Zum Ausblick für 2010 erklärte die Kasse, dass sich bisher mit Ausnahme des europäischen Immobilienfonds alle Anlagen gut entwickelt haben. Auch eine Bilanzänderung dürfte das Ergebnis für das laufende Jahr positiv beeinflussen.
Die überbetriebliche PKDW hatte Ende vergangenen Jahres 56.740 Anwärter und 14.290 Rentner. Die Kasse nahm im vergangenen Jahr 52 Millionen Euro an Beiträgen ein und zahlte 50 Millionen Euro an Renten aus.
portfolio institutionell newsflash 21.07.2010/jan/kbe





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