MÜNCHEN – Positive Entwicklungen an den Aktienmärkten haben dem Pensionsfonds des Siemens-Konzerns auch im Geschäftsjahr 2010 zu einer Top-Rendite verholfen.
Wie aus dem jüngsten Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht, verdiente der Pensionsfonds im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2010 endete, 10,8 Prozent. Das Ergebnis lag um 0,8 Prozentpunkte über dem des vorhergehenden Geschäftsjahres (siehe frühere Meldung).
Mit einer der höchsten Aktienquoten unter den Dax-Unternehmen hat Siemens von der Aktienhausse in großem Stil profitiert. Per 30 September 2010 betrug die Aktienquote 27 Prozent des Vermögens (23,3 Milliarden Euro) – unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Rentenquote lag bei 61 Prozent (2009: 62 Prozent) und die Cash-Quote bei drei Prozent (2009: vier Prozent). Der Immobilienanteil lag mit neun Prozent zwei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Sowohl der deutsche Pensionsplan als auch die ausländischen Pläne verdienten besser als erwartet. So lag die Rendite des deutschen Plans mit 10,8 Prozent deutlich über der Erwartung von 6,5 Prozent, während die ausländischen Pläne 10,7 Prozent verdienten und damit 4,3 Prozentpunkte mehr als erwartet.
Seine Anlagestrategie kommentierte der Technologiekonzern so: „Siemens überprüft regelmäßig die Vermögensstruktur unter Berücksichtigung der Duration der entsprechenden Pensionsverpflichtungen und analysiert Trends und Marktentwicklungen auf ihren Einfluss auf die Wertentwicklung des Pensionsvermögens, um bereits in einem sehr frühen Stadium entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.“
Derweil weitete sich das Pensionsdefizit aus - und zwar von 4,2 Milliarden Euro Ende September 2009 auf 6,5 Milliarden Euro ein Jahr später. Siemens führte das höhere Defizit auf die Absenkung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne zurück. Ende September 2010 hatten die globalen Pensionsverpflichtungen von Siemens einen Wert von 29,6 Milliarden Euro.
Die Pensionszusagen umfassen 482.000 Anspruchsberechtigte, einschließlich 178.000 aktive Mitarbeiter, 101.000 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 203.000 Pensionäre und Hinterbliebene. Seit dem Geschäftsjahr 2004 nimmt die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter von Siemens in Deutschland an einem beitragsorientierten Pensionsplan teil.
portfolio institutionell newsflash 09.02.2011/jan/rko





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