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01.09.2010

Aktienhausse beschert Anwälteversorgung höhere Rendite

Stuttgart: Sitz des Versorgungswerks

Das Versorgungswerk hat von der Kurserholung 2009 profitiert.

STUTTGART - Die Aktienhausse 2009 hat dem Versorgungswerk der Rechtsanwälte in Baden Württemberg (VWRA) zu einer Steigerung seiner Rendite verholfen.

Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht des VWRA (Anlagevolumen knapp 2,1 Milliarden Euro) hervorgeht, betrug die Kapitalanlagerendite 4,3 Prozent für 2009 nach 2,6 Prozent im Krisenjahr 2008. "Der Aktienanteil ist beibehalten worden und hat an der Aufwärtsentwicklung im Jahr 2009 teilgenommen", erklärte dazu die Einrichtung. Auch die Beteiligung an guten Unternehmen - also Sachwerten - sei häufig besser gelaufen als die Investition in Rentenpapiere.

Der Anteil an Aktien, Investmentanteilen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren wurde 2009 nochmals ausgebaut, und zwar von 82 auf 86 Prozent des Anlagevolumens. Dieser Anteil enthält neben Aktien und Beteiligungen auch Mischfonds und Immobilienspezialfonds. Ende 2009 verkündete das VWRA eine Großinvestition in Letzteres (siehe frühere Meldung).

Dass das VWRA die Nerven während des Aktiencrashs im Herbst 2008 bis Frühjahr 2009 behielt, ist eher eine Ausnahme unter VAG-Anlegern, also Versorgungswerke, Pensionskassen und Versicherungen. Mehrere Pensionskassen und Versicherungen haben sich als Reaktion auf den Aktiencrash aus dieser Asset-Klasse weitgehend verabschiedet und dafür mehr Unternehmensanleihen oder Immobilien gekauft.

Dazu erklärte die Einrichtung: "Im Vermögensanlagesektor sind die Risiken unter anderem dadurch minimiert, dass die Hauptposten der Wertpapiere durch sechs namhafte deutsche Kapitalanalagegesellschaften (KAGen) nach bewährten Grundsätzen der Mischung und Streuung verwaltet werden."

Die KAGen sind die Universal Investment, DB Advisors der Deutschen Bank, LBBW Asset Management (Landesbank Baden Württemberg), sowie die KAGen der drei Privatbanken Sal. Oppenheim, Metzler und Lazard. Die Immobilienspezialfonds des VWRA werden von der Deutschen-Bank-Tochter RREEF und der Commerz Real gemanagt.

Die Rest-Allokation des VWRA bestand Ende 2009 aus direktgehaltenen Anleihen (knapp 11 Prozent), Grundstücken (unter einem Prozent) sowie Cash (2,4 Prozent).

portfolio institutionell newsflash 01.09.2010/jan/kbe

 
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