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09.03.2011

Allianz Deutschland verbessert Anlagerendite 2010

Dank Portfoliostreuung steigt die Rendite von 3,8 auf 4,4 Prozent.

MÜNCHEN - Die Allianz, Deutschlands größter institutioneller Investor mit knapp 210 Milliarden an Kapitalanlagen, hat ihre Anlagerendite im vergangenen Jahr verbessert. Wie der Versicherer mitteilte, erhöhte sich die Rendite von 3,8 Prozent 2009 auf 4,4 Prozent 2010.

Der Konzern führte die Renditesteigerung auf eine weitere Diversifizierung des Bondportfolios sowie auf das gute Aktienjahr 2010 zurück. Im Zuge der Diversifizierung investierte die Allianz etwas stärker in Unternehmensanleihen und Anleihen aus den Schwellenländern.

Zu letzteren meinte Markus Rieß, Chef der Allianz Deutschland: "Wir haben den Bestand an Anleihen aus Schwellenländern weiter ausgebaut, um die hohen Wachstumsraten und die gesunde demografische Entwicklung dort zu nutzen." Auch die Aktienquote der Allianz ging 2010 um einen Prozentpunkt nach oben.

Ende 2010 sah das Portfolio der Allianz wie folgt aus: 41 Prozent Pfandbriefe, 23 Prozent Staatsanleihen - darunter die aus den Schwellenländern - 18 Prozent Unternehmensanleihen, und neun Prozent Aktien. Der Rest verteilte sich auf Immobilien (sechs Prozent) und Baufinanzierungen (drei Prozent). Derweil erhöhten sich die Bewertungsreserven im Versicherungsgeschäft um rund zehn Prozent auf 13,9 Milliarden Euro.

Der Umsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr stieg auf Basis vorläufiger Zahlen um 2,8 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro. Ohne den Wachstumstreiber
Lebensversicherung wäre allerdings so gut wie kein Zuwachs erreicht worden. In der Schaden- und Unfallversicherung sanken die Beitragseinnahmen immerhin um 2,4 Prozent auf neun Milliarden Euro. In der Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen leicht um ein Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, dieses Wachstum ist allerdings vor allem auf Beitragsanpassungen zurückzuführen.

Für 2011 rechnet der Konzern mit mehr Neugeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung, nachdem die Beitragseinnahmen 2010 zurückgegangen sind. Auf den Umsatz werde sich dieses zusätzliche Neugeschäft aber erst 2012 voll auswirken.

Bei der Lebensversicherung gegen laufende Beiträge geht der Versicherer sowohl im Privat- als auch im Firmengeschäft von einem deutlichen Wachstum aus. Bei den Einmalbeiträgen erscheine es allerdings unsicher, ob nach den ungewöhnlich hohen Steigerungen in den Vorjahren das Niveau gehalten werden könne. Etwa gleichbleibende Beitragseinnahmen erwartet die Allianz Deutschland in der privaten Krankenversicherung.

portfolio institutionell newsflash 09.03.2011/jan-kmo/rko

 
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