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19.01.2011

Allianz Global Investors will Depotbankmandat ausschreiben

Die AGI will offenbar einen besseren Deal

Die AGI will offenbar einen besseren Deal

Der Schritt soll mit der Übernahme von BHF 2010 zusammenhängen.

FRANKFURT - Allianz Global Investors (AGI) hat für das Depotbankmandat ihrer Versicherungsgelder einen Revisionsprozess eingeläutet. Dies bestätigte ein AGI-Sprecher auf Anfrage von portfolio institutionell.

Dabei soll es sich um das Mandat der BNY Mellon handeln, das dem US-Haus durch die Übernahme der BHF Asset Servicing zugeflossen ist. Eine solche Ausschreibung des Depotbankmandates ist jedoch nicht ungewöhnlich, da Eigentümerwechsel wie bei der BHF häufig zum Anlass genommen werden, um Konditionen neu zu verhandeln.

Neuausschreibungen im deutschen Depotbankmarkt müssen nicht zwangsläufig zu Veränderungen in der Mandatsverteilung führen, wie das Beispiel Meag zeigt. Der Asset Manager der Münchener Rück stellte 2009 seine kompletten Depotbankbeziehungen auf den Prüfstand. Letztendlich blieb jedoch fast alles beim Alten. Lediglich ein Mandat ist von der Commerzbank zu BNP Paribas gegangen.

Einen herben Rückschlag musste hingegen die Caceis Bank 2010 hinnehmen. Mit Barclay Global Investors (BGI) ging Caceis ein großer Kunde verloren, so dass sich das betreute Depotbankvolumen Ende September auf 61 Milliarden Euro belief, nachdem es im Dezember 2009 noch 76 Milliarden Euro gewesen waren. "Blackrock pflegt eine enge Bindung zu einer angelsächsischen Depotbank. Diese Verbindung wurde in der Folge des Übergangs von BGI zu Blackrock nun auch in Deutschland umgesetzt", nannte ein Sprecher der Caceis Bank den Grund für den Mandatsverlust. Bei dem angelsächsischen Haus handelt es sich um State Street, die mit 178 Milliarden Euro an Depotbankvolumen Platzhirsch in Deutschland ist.

Auf der Suche nach einer neuen Depotbank befindet sich auch LRI Invest. Unterstützt wird sie dabei von itechx, einem auf dieses Thema spezialisierten Consultant. Erforderlich wurde dieser Schritt, nachdem die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) aufgrund von EU-Auflagen den Asset Manager im November 2010 verkaufte. Der Käufer war die Augur Capital.

Wie Markus Gierke, Vorstand der LRI Invest, Anfang dieses Jahres mitteilte, soll das in knapp 200 Fonds verwaltete Vermögen von rund acht Milliarden Euro nicht mehr nur bei einer Depotbank verwahrt werden. "Wir wollen flexibel agieren und für unsere Kunden als Alternative zwei oder sogar drei Depotbanken auswählen", sagte Gierke. Der Auswahlprozess soll in den nächsten drei Monaten abgeschlossen werden, sodass die bestehenden Fonds noch im Laufe dieses Jahres zu den neuen Depotbanken migriert werden können. Bis es soweit ist, verwahrt weiterhin die LBBW die Fonds von LRI Invest.

portfolio institutionell newsflash 19.01.2011/kbe/jan

 
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