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Alternative Anlagen
12.02.2018

Allianz klinkt sich in neues Stromnetz ein

Die Stromnetze von Deutschland und Großbritannien wachsen zusammen. Mit Hilfe eines Unterseekabels werden zwei der größten europäischen Strommärke verbunden. Allianz bald mit von der Partie.

Die Allianz will bei der Integration des europäischen Strommarktes ein Wörtchen mitreden. Wie die Börsen-Zeitung berichtet, liebäugelt der Versicherer mit dem Kauf eines Anteils an Neuconnect. Das Unternehmen verlegt auf einer Länge von 650 Kilometern das erste Stromkabel zwischen Deutschland und Großbritannien durch die Nordsee. Das Blatt beruft sich auf eine ­Anmeldung der Allianz beim Bundeskartellamt. Demnach plant der Allianz-Mutter­konzern um Vorstandschef Oliver Bäte den mittelbaren Erwerb von 26,2 Prozent der Anteile an ­Neuconnect und eine gemeinsame Kontrolle über die Gesellschaft. Hinter Neuconnect verbirgt sich ein Investoren- und Entwicklungskonsortium unter der Führung der französischen Meridiam. Als Projektentwickler fungieren Greenage Power und Frontier Power. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. 

Netze im Portfolio

Über ihren Ableger Allianz Capital Partners ist die Münchner Ver­sicherung seit 2007 auf der Suche nach Infrastrukturinvestments. Zum Portfolio gehören bereits acht Projekte in Europa und eines in den USA. Das über den Energie- und Transaportsektor diversifizierte Portfolio umfasst etwa ein lokales Gas-Pipeline-System in Norwegen, Tschechien und England. Attraktive Renditen verspricht sich der Versicherer auch vom Betrieb von Parkautomaten in Chicago. 

Weitere Stromtrassen im Gespräch

Hintergrund für das Offshore-Investment dürfte der drastische Preisunterschied für eine Kilowattstunde Strom zwischen Deutschland und Großbritannien sein. Der Statistikbehörde Eurostat zufolge mussten Unternehmen hierzulande in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres gut 15 Cent zahlen, berichtet die Börsen-Zeitung, während es in Großbritannien knapp 13 Cent waren. Für Privatpersonen seien in Deutschland 31 Cent und im Vereinigten Königreich rund 18 Cent fällig gewesen. Vorstellbar ist, dass die Preise sich durch die ­Vernetzung einander annähern. Durch die Vernetzung gewinnen Kunden Zugang zu günstigeren Stromquellen. Gleichzeitig soll damit die Versorgungssicherheit in der Stromversorgung erhöht werden. ­Neben Neuconnect sind weitere Stromtrassen in der Nordsee im ­Gespräch. So könnte „Grid-Link“ die Stromnetze Großbritanniens und Frankreichs verbinden, während „NorthConnect“ die Verbindung zwischen Großbritannien und Norwegen herstellt.

portfolio institutionell 12.02.2018/Tobias Bürger/erweiterte Version vom 13.02.2018

 
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