Garantieprodukte wirkten als Antrieb für das ZWK-Neugeschäft.
MÜNCHEN - Die Allianz Lebensversicherung verwaltet mittlerweile für die Rückdeckung von Zeitwertkonten mehr als eine Milliarde Euro in Versicherungsprodukten mit Zinsgarantie. Rund 4.700 Unternehmen nutzen die Zeitwertkontenprodukte der Allianz Leben.
Allein in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres entschieden sich 500 neue Arbeitgeber für eine Rückdeckung mit Allianz-Produkten. Der Neubeitrag der ersten neun Monate betrug über 270 Millionen Euro. "Die neuen Anforderungen für Zeitwertkonten durch das Flexi II-Gesetz haben zu einer deutlichen Erhöhung der Nachfrage nach unseren Garantieprodukten geführt", so Michael Hessling, Vorstand der Allianz Leben und verantwortlich für die Firmenkunden.
Das gestiegene Interesse an Lösungen der Versicherer für Zeitwertkonten bestätigte kürzlich eine Umfrage der Gothaer Versicherung. Darin gaben rund 73 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie bei Zeitwertkonten verstärkt auf Versicherungsprodukte zurückgreifen möchten. In der Vorgängerstudie vor einem Jahr äußerten erst knapp 46 Prozent der Arbeitgeber Interesse an Versicherungsprodukten für die Rückdeckung von Zeitwertkonten.
Damit einher geht eine generell größere Bereitschaft, Zeitkontenlösungen in Unternehmen zu installieren. So betrug der Anteil der Firmen, die solche Modelle einführen wollten, im Jahr 2008 erst 2,7 Prozent. Bei der Umfrage in diesem Jahr erklärten bereits 8,8 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie noch 2009 Zeitwertkonten ihren Mitarbeitern anbieten wollen. 53,2 Prozent der Befragten signalisierten darüber hinaus Interesse an diesem Thema und schlossen eine Einführung solcher Konten nicht aus. 2008 lag diese Quote noch um 5,1 Prozentpunkte niedriger.
Auch HDI-Gerling bestätigt ein wachsendes Interesse an Zeitkontenlösungen von Versicherern. "Wir verzeichnen nach dem Flexi II-Gesetz eine wachsende Zahl von Anfragen aus Unternehmen, die Garantieprodukte für ihre Zeitwertkonten suchen", sagte Siegfried Hischke, Leiter Produktmanagement Firmen bei HDI-Gerling Leben. Ähnliches berichten R+V und Generali. Beide Versicherer haben Vereinbarungen mit Tarifpartnern geschlossen, aus denen sie gleichfalls wachsendes Geschäft erwarten.
So hat die R+V eine Partnerschaft mit der chemischen Industrie vereinbart. Deren Tarifvertrag mit der Gewerkschaft IG BCE sieht vor, dass jährlich 300 Euro je Tarifarbeitnehmer aus einem Demographietopf gezahlt werden, die entweder in einen bAV-Vertrag oder in ein Zeitwertkonto eingezahlt werden können. Die Generali hat ähnliche Vereinbarungen mit der Metall- und Textilindustrie getroffen.
portfolio institutionell newsflash 02.12.2009/kmo/jan





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