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Ausgabe 4/2017

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Asset Manager
19.05.2017

Am Puls der Asset-Management-Branche

(Bild: Stockphoto)

Billiges Beta, Regulierung, Kunden setzen Manager unter Druck. PWC erwartet sinkende Regulierungskosten.

Die Konsolidierungswelle rollt durch die Asset-Management-Branche und wird einige Arbeitsplätze mit sich reißen. So soll die etwa 13 Milliarden Euro schwere Fusion zwischen Standard Life und Aberdeen Asset Management etwa 800 Jobs in den nächsten drei Jahren kosten. Stand heute beschäftigen die beiden Häuser mit schottischen Wurzeln insgesamt 9.000 Mitarbeiter. 

Treiber der Konsolidierungswelle sind billiges Beta, Regulierung und nicht zuletzt die Investoren, die die Geschäftsmodelle von Asset Managern unter Druck setzen. Dies konstatiert ein Paper, in dem Morgan Stanley und Oliver Wyman der Branche den Puls fühlten. Laut den Autoren fokussieren sich die Investoren zunehmend auf absolute Renditen nach Kosten, was bedeutet, dass in einem Umfeld mit niedrigen Renditepotenzialen der Druck auf die Gebühren stark zunimmt. Die Fee Compression war besonders deutlich bei passiven Strategien und Hedgefonds zu sehen. Anders als bei Hedgefonds sind bei passiven Strategien aber immerhin positive Zuflüsse zu verzeichnen. 

2016 seien die Margen der Asset-Management-Gesellschaften ­bereits um sechs Prozent geschrumpft. Vorausblickend dürfen sich die Asset Manager gemäß der Studie bis 2019 im Basisszenario zwar über um 14 Prozent höhere Inflows freuen, allerdings wird dies durch fallende Gebühreneinnahmen (minus zehn Prozent) und durch den sich ­verändernden Produktmix (minus sieben Prozent) hin zu ETFs überkompensiert. Damit würden die Erlöse in den kommenden ­Jahren um drei Prozent sinken. Die Berater von Oliver Wyman raten aktiven Asset Managern darum zu einem „Re-Engineering“ und entweder Performance billiger zu verkaufen oder sich stärker über zum Beispiel Unconstrained- und High-Active-Share-Strategien, Private Markets oder Solutions um das Aufspüren von Alpha zu kümmern. 

Für einen kleinen Lichtblick in der Asset-Manager-Tristesse sorgte Thorsten Gommel von PWC. Auf dem 19. PWC Investmentforum prognostizierte Gommel, dass die Kosten der Projekte zur Umsetzung der Regulierung in den kommenden Jahren leicht abnehmen werden, wenn man von den Unwägbarkeiten des Brexit einmal absieht.

portfolio institutionell newsflash 19.05.2017/Patrick Eisele

 
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