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16.03.2011

Amundi peilt zehn Milliarden Euro-Marke bei ETF an

Matthieu Guignard

Matthieu Guignard

Der französische Anbieter setzt weiterhin auf Swap-basierte Produkte.

FRANKFURT - Amundi Investment Solutions möchte bis Ende 2012 mehr als zehn Milliarden Euro in hauseigenen Exchange Traded Funds (ETF) verwalten und sich damit unter die fünf größten ETF-Anbieter in Europa vorarbeiten.

Die aktuell 96 ETF umfassende Produktpalette soll in diesem Jahr um etwa 20 neue Fonds wachsen. "Wir bieten immer noch nicht alle Standard-Beta-Produkte an", sagte Matthieu Guignard, Head of Product Development des Indexfondsanbieters. Außerdem wolle man das ETF-Angebot insbesondere im Fixed-Income-Bereich im Hinblick auf bestimmte Ratings und Regionen weiter differenzieren.

2010 hat Amundi das in ETF verwaltete Vermögen um rund 60 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro gesteigert. Da der ETF-Markt im selben Zeitraum nur um etwa 25 Prozent gewachsen ist, hat die Gesellschaft zuletzt Marktanteile gewonnen. Allerdings ist der Abstand zu den drei Marktführern iShares (BlackRock), Lyxor ETF und DB X-Trackers nach wie vor gewaltig (siehe Meldung hierzu).

Welcher Teil der sechs Milliarden Euro von deutschen Investoren stammt, lässt sich nach Angaben des ETF-Anbieters nicht genau sagen. Fest steht, dass in den 63 Amundi ETF, die derzeit auch im XTF Segment der Deutschen Börse gelistet sind, insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro verwaltet werden. Obwohl sich hiervon lediglich rund 500 Millionen Euro eindeutig deutschen Kunden zuordnen lassen, könne das effektive Vermögen dieser Investorengruppe tatsächlich etwa doppelt so hoch sein, so Guignard.

Sicher scheint hingegen, dass der ETF-Markt weiterhin von institutionellen Investoren dominiert wird: Guignard zufolge stammen 90 bis 95 Prozent des Vermögens von professionellen Anlegern.

An der grundlegenden Struktur der eigenen ETF will Amundi derzeit nichts ändern: Alle Fonds werden als Ucits-III-Fonds aufgelegt. "Und wir sind nach wie vor vom Ansatz der synthetischen Replikation überzeugt", begründet Guignard seine ablehnende Haltung gegenüber einer physischen Replikation von Indizes. Swap-basierte Indexprodukte würden gerade bei großen Indizes eine viel bessere Replikation - also einen deutlich niedrigeren Tracking Error - ermöglichen, ergänzte er.

Amundi Investment Solutions ist eine auf ETF und strukturierte Produkte fokussierte Tochter der Amundi Asset Management, des gemeinsamen Vermögensverwalters der Crédit Agricole und der Société Générale. Mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt rund 690 Milliarden Euro war Amundi Asset Management Ende 2010 der drittgrößte Asset Manager Europas. Weltweit belegt die Gesellschaft eigenen Angaben zufolge Rang acht.

portfolio institutionell newsflash 17.03.2011/rko/jan

 
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