Im März wurde bekannt, dass der Global Custodian BNY Mellon laut Branchenexperten für eher strategisch zu betrachtende 253 Millionen Euro Sal. Oppenheim und der BHF Bank die Depotbank BHF Asset Servicing und deren Tochter Frankfurter Service KAG (FSKAG) abkauft. Im August steht das Closing an, aber schon heute werden in Frankfurt große Pläne geschmiedet. Die BNY Mellon Asset Servicing GmbH, so der neue Namen, will in den nächsten drei Jahren nach Assets under Depotbank in Deutschland zum Platzhirsch State Street aufschließen. "80 Prozent der für diesen Zuwachs nötigen Assets sind bereits in Sichtweite", sagt Jürgen P. Frank, der heutige Sprecher der Geschäftsführung der BHF Asset Servicing und künftiger CEO der neuen BNY-Mellon-Tochter. Über die Zukäufe kommt BNY Mellon auf 473 Milliarden Euro Assets under Custody and Administration sowie ein Depotbankvolumen von 120 Milliarden Euro. Die Vergleichszahlen von State Street: 535 beziehungsweise 178,5 Milliarden Euro.
Die Erfolgschancen der neuen Einheit, deren Protagonisten bis 2008 bereits ein Vertriebs-Joint-Venture unterhielten, hängen für Branchenexperten aber vor allem davon ab, wie viel Autonomie die BNY Mellon ihren deutschen Töchtern zugesteht. Die Sorgen sollten erst einmal unbegründet sein. Frank ist ein BHF-Urgestein, und zur Administration wird weiter Xentis von Profidata und keine Software genutzt, die sich bei BNY Mellon im Einsatz befindet. Zudem hat BNY Mellon ohne den Zukauf bei den Ausschreibungen der Meag und HDI-Gerling, den beiden großen Pitches im Jahr 2009, den Kürzeren gezogen. "BNY Mellon hat nicht den Fehler gemacht, uns etwas überzustülpen", sagt Dirk Werthmann. Der Vertriebschef Inland der BHF Asset Servicing begrüßt die neue Kombination aus lokaler Depotbank, Global Custodian und KAG: "Mit der neuen Einheit können wir für lokal ausgerichtete und multinationale Kunden perfekte Servicelösungen anbieten." Migrationsbedarf von BNY auf Xentis bestehe nicht.
_Wachstumsmarkt Insourcing
Wachstumsperspektiven bietet die vor allem wegen anstehender Software-Wechsel nötige Konsolidierung, die zu mehr Insourcing von Depotbank- und KAG-Dienstleistungen führen wird. Vor einem Jahr lagerte First Private die Fondsadministration an die FSKAG aus. Treiber sind aber auch Investoren, die sich eine zentrale Depotbank wünschen oder ihren bisherigen Master-KAG-Anbieter auf den Prüfstand stellen. "Dieses Jahr ist das Volumen an ausgeschriebenen Mandaten im deutschen Markt mindestens so groß wie 2009", sagt Jörg Ambrosius von State Street, die möglicherweise neben Axa und Lazard bald weitere Insourcing-Kunden gewinnen könnte. "Wir sind in fortgeschrittenen Gesprächen über weitere Insourcing-Mandate."
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portfolio-institutionell.de
17.06.2010
Aus BHF wird BNY
Im März wurde bekannt, dass der Global Custodian BNY Mellon laut Branchenexperten für eher strategisch zu betrachtende 253 Millionen Euro Sal. Oppenheim und der BHF Bank die Depotbank BHF Asset Servicing und deren Tochter Frankfurter Service KAG (FSKAG) abkauft.
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