Die Zahl soll später veröffentlicht werden; zwölf Kassen fielen 2008 durch.
BONN - Die Zahl der Pensionskassen, die beim Stresstest der Finanzaufsicht Bafin durchgefallen sind, ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das teilte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage mit.
Die genaue Zahl nannte die Bafin allerdings nicht. "Die Zahl sowie die weiteren Ergebnisse des Stresstests vom 31. Dezember 2009 werden wir bei unserer Pressekonferenz am 1. Juni 2010 bekannt machen", sagte die Sprecherin.
Im Krisenjahr 2008 haben laut der Bafin zwölf Kassen den Test nicht bestanden - und damit vier mehr als Ende 2007. Im Jahr 2007 beaufsichtigte die Bafin 152 Pensionskassen und im Krisenjahr 130.
Der Bafin-Stresstest besteht aus vier Crash-Szenarien: ein Kursrückgang bei Renten um zehn Prozent (R10); ein Kursrückgang bei Aktien um 35 Prozent (A35); ein Aktieneinbruch von 20 Prozent sowie ein fünfprozentiger Rückgang bei Anleihen (RA25). Im vierten Szenario fallen Aktien um 20 Prozent und Immobilien um zehn Prozent (AI30). Die Einführung dieser Tests war eine Reaktion auf die schwachen Aktienmärkte in den Jahren 2001 und 2002.
Derweil nahm Thomas Steffen, Bafin-Direktor für die Versicherungsaufsicht, zur Lage dieser Unternehmen auf einer Tagung in Bonn Stellung: Da die Versicherer überwiegend in Anleihen investiert seien, könne die Niedrigzinsphase langfristig zu Problemen führen, sagte Steffen auf der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) am Dienstag (siehe auch frühere Meldung).
Bei der geplanten Restrukturierung der Finanzaufsicht plädierte Steffen für eine inhaltliche Eigenständigkeit der Versicherungsaufsicht. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP erwägt, die Bafin in die Bundesbank zu integrieren. Dies könnte durch eine Fusion oder über ein Holding-Modell erfolgen (siehe auch frühere Meldung).
portfolio institutionell newsflash 12.05.2010/jan/gor





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