Das Verbot gilt bis Ende März 2011; Zehn deutsche Finanztitel sind betroffen.
BONN - Die Finanzmarktaufsicht Bafin hat am Dienstagabend ein umfassendes Leerverkaufsverbot verkündet.
Wie die Behörde in Bonn mitteilte, sind ungedeckte Leerverkäufe von Staatsanleihen aus der Eurozone und Aktien der zehn wichtigsten deutschen Finanzinstitute untersagt. Darüber hinaus sind ungedeckte Credit Default Swaps (CDS) auf Staatsanleihen der Eurozone verboten. Das Verbot gilt zunächst bis Ende März 2011.
Bei den Finanzinstituten handelt es sich um Aareal Bank, Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, Generali Holding, Hannover Rück, MLP und Münchener Rück. Für Leerverkäufe dieser Aktien hatte die Bafin bereits Anfang März eine Meldepflicht verhängt (siehe auch frühere Meldung).
Die Bafin begründete diesen Schritt mit der hohen Volatilität bei Schuldtiteln von Staaten der Eurozone. Zudem hätten sich die CDS-Spreads auf Kreditausfallrisiken mehrerer Staaten der Eurozone erheblich ausgeweitet.
"Vor diesem Hintergrund hätten massive Leerverkäufe der betroffenen Schuldtitel und der Abschluss von ungedeckten CDS auf Kreditausfallrisiken der Staaten der Eurozone weitere exzessive Preisbewegungen zur Folge, welche zu erheblichen Nachteilen für den Finanzmarkt führen und die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden können", hieß es weiter.
Die Bundesregierung macht ernst mit ihrem Versprechen, Spekulationen einzudämmen, die die Refinanzierung von Euro-Staaten am Bondmarkt gefährden könnten.
Am Mittwoch fiel der Euro-Dollar-Kurs auf ein neues Tief, nachdem er am Vortag noch deutlich fester notierte. Gegen 11 Uhr lag er bei 1,216. Der Deutsche Aktienindex (DAX) fiel um 2,16 Prozent auf 6.023 Punkte.
portfolio institutionell newsflash 19.05.2010/jan/kbe





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