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02.06.2010

Bafin: Versicherer erfüllen Zinsgarantien auch in künftigen Krisen

Die Bafin in Bonn

Die Bafin in Bonn

Details zur ihrer Anlagestrategie in Krisen verriet die Bafin aber nicht.

BONN - Die deutschen Lebensversicherer können auch in künftigen Krisen ihre Zinsgarantien erfüllen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Regulierers Bafin für 2009 hervor.

Hintergrund ist eine Umfrage, die die Bafin im Herbst 2009 durchführte (siehe frühere Meldung). Als Zinsgarantie wurde hier ein Wert von 3,4 Prozent jährlich unterstellt.

"Neben einem an den erwarteten Verhältnissen ausgerichteten Szenario gab die Aufsicht zwei pessimistisch gestaltete Szenarien vor, die insbesondere einen sofortigen deutlichen Zinsrückgang beinhalteten. Der Prognosezeitraum erstreckte sich bis zum Jahr 2018", hieß es in dem Bericht. Das Ergebnis: Die Unternehmen könnten auch die pessimistischen Szenarien wirtschaftlich bestehen.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, verbesserten die Lebensversicherer im vergangenen Jahr ihre Kapitalanlagerendite, allerdings ohne wesentlich von der Aktienmarkterholung zu profitieren. Die Rendite stieg von 3,4 Prozent Ende 2008 auf 4,2 Prozent Ende 2009.

Die Aktienquote sank derweil von 4,8 auf 3,2 Prozent. Deutsche Lebensversicherer investieren den Löwenanteil ihrer Kapitalanlage, 80 Prozent gilt als Durchschnitt, in festverzinsliche Papiere, wie Staatsanleihen und Pfandbriefen. Weitere Details zu ihrer Kapitalanlagestrategie gab die Bafin jedoch nicht.

Die Bafin bescheinigte den Versicherungen auch eine gute Arbeit während der Finanzkrise. "Die Versicherer zeigen sich bislang in der Krise als recht widerstandsfähig. Ein Grund für diese relative Robustheit sind die straffen deutschen Kapitalanlagevorschriften, die vor dem Ausbruch der Krise durchaus Gegenstand von Kritik waren." Die Versicherungen dürfen laut Gesetz nicht mehr als 35 Prozent ihres Kapitals in risikoreiche Asset-Klassen, wie Aktien oder Alternatives, investieren.

Und weiter: "Ein Vorteil der deutschen Versicherungsunternehmen war zudem, dass sie verglichen mit ihren Mitbewerbern in anderen Ländern Europas einen eher geringen Aktienanteil im Portfolio haben."


portfolio institutionell newsflash 02.06.2010/jan/kbe

 
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