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09.06.2010

bAV-Konkurrenz macht Generali Pensionskasse zu schaffen

Die Generali in Köln

Neugeschäft bricht 2009 ein; auch die Produkt-Kannibalisierung ist schuld.
 

AACHEN - Das Neugeschäft der Generali Pensionskasse hat 2009 stark unter der Konkurrenz in der bAV-Branche 2009 gelitten.

Wie aus dem jüngsten Geschäftsbericht der Kasse hervorgeht, brach das Neugeschäft 2009 um 36 Prozent auf 4,8 Millionen Euro ein. Auch die Anzahl der Verträge sank von 4.570 im Jahr 2008 auf 2.990 im Jahr 2009. Infolgedessen betrug die Versicherungssumme 4,3 Milliarden Euro Ende 2009 und damit knapp 300 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Als Grund für die Einbrüche nannte die Kasse die direkte Konkurrenz zu den bAV-Produkten anderer Lebensversicherer. "So bietet die fondsgebundene Direktversicherung der Aachen Münchener Lebensversicherung AG dem Kunden die Chance einer höheren Rendite", hieß es im Geschäftsbericht. "Dadurch ist dieses Produkt in den Vertrieben der Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) sehr stark positioniert", hieß es weiter. Die Aachen Münchener Lebensversicherung gehört wie die General Pensionskasse zu der Generali-Gruppe.

Trotz der Vernachlässigung durch die DVAG will die Generali Pensionskasse an der Geschäftsbeziehung festhalten. Im Jahr 2009 erwirtschafte der Finanzvertrieb 54 Prozent des Neugeschäfts für die Kasse.

Etwas besser verliefen die Investments. Nach Angaben der Kasse lag die Nettoverzinsung der Kapitalanalagen bei 4,5 Prozent für 2009 und damit 1,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. "Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus höheren Zinserträgen infolge des Bestandszuwachses im Bereich der Rentenpapiere", so die Einrichtung. Auch konnten Gewinne in Höhe von 3,3 Millionen Euro aus dem Verkauf von Rentenpapieren erzielt werden. Dem standen allerdings Verluste von 2,1 Millionen Euro, die aus dem Verkauf von Aktien und anderen nicht genannten Investmentanteilen realisiert wurden, gegenüber.

Auch das Volumen der Kapitalanlagen stieg 2009 erneut kräftig an, und zwar um 20 Prozent auf 852,6 Millionen Euro. Die Steigerung des Vermögens hat die Kasse ihrem hohen Anwärterbestand zu verdanken. Ende des Jahres waren 106.438 Männer und 74.507 Frauen durch die Generali Pensionskasse versichert (siehe auch frühere Meldung).

Derweil stockte die Kasse die Bond-Quote von 86 Prozent des Anlagevermögens im Jahr 2008 auf 95 Prozent im Jahr 2009 auf. Der Anteil von Aktien und Investmentanteilen stieg derweil von 3,7 auf 4,3 Prozent. Obwohl der Verwaltungskostensatz für 2009 unverändert bei 5,3 Prozent blieb, reduzierte sich der Abschlusskostensatz (in Prozent der Beitragssumme des eingelösten Neugeschäfts) von 4,4 Prozent auf vier Prozent.

portfolio institutionell newsflash 09.06.2010/jan/gor

 
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