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03.03.2010

Bayer-Pensionspläne verdienen 2009 gut zehn Prozent

Die Bayer AG in Leverkusen

Die Bayer AG in Leverkusen

Trotz der hohen Rendite blieb der Deckungsgrad unverändert bei 61 Prozent. 

LEVERKUSEN - Die globalen Pensionspläne der Bayer AG haben 2009 von der Aktienmarkterholung profitiert. Wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage mitteilte, erzielten die Pläne 2009 eine Rendite von etwa zehn Prozent.

Auch die Bayer Pensionskasse (BPK) in Deutschland habe 2009 eine Rendite von knapp fünf Prozent erzielt, so der Sprecher weiter. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2008 wiesen die Pläne wegen hoher Aktienverluste ein Minus von 6,5 Prozent aus (siehe frühere Meldung).

Wie 2008 war die Aktienquote der globalen Pensionspläne auch im vergangenen Jahr hoch. Bei den inländischen Plänen stieg der Anteil 2009 gegenüber dem Vorjahr auf 19,5 von 17,7 Prozent des Anlagevolumens, während die Quote bei den ausländischen Einrichtungen auf 42,6 von 38 Prozent kletterte.

Trotz der guten Renditen blieb der Deckungsgrad der Päne für 2009 - sprich inwieweit die Pensionsverpflichtungen gedeckt sind - unverändert bei 61 Prozent. Insgesamt betrug der Barwert der globalen Ansprüche rund 15 Milliarden Euro am Ende des Jahres. Davon entfallen knapp 11 Milliarden Euro auf Deutschland und der Rest auf das Ausland. Das so genannte Planvermögen für die Verpflichtungen schlägt mit 9,2 Milliarden Euro zu Buche, davon sechs Milliarden Euro in Deutschland.

Zur Restallokation: Laut Geschäftsbericht waren die deutschen Pläne zu knapp 60 Prozent in Anleihen investiert, gefolgt von "Sonstigem", also Liquidität und alternative Anlagen (11,4 Prozent), und Immobilien (neun Prozent). Die ausländischen Pläne allokierten 2009 zu 46,6 Prozent in Anleihen, 9,3 Prozent in "Sonstiges" und 1,4 Prozent in Immobilien.

Bayer kommentierte die Anlagestrategie der BPK so: "Der Schwerpunkt dieser Anlagestrategie liegt in erster Linie in einem stringenten Risikomanagement und weniger in einer absoluten Renditemaximierung." Zu der Pensionseinrichtung von Schering schrieb Bayer: "Auch hier orientiert sich die Anlagestrategie an der Struktur der korrespondierenden Verpflichtungen. Sie gestattet auch den Einsatz von Derivaten. Währungsrisiken werden annähernd vollständig abgesichert. Mithilfe eines Risikomanagementsystems werden darüber hinaus Stress-Szenarien simuliert sowie weitere Risikoanalysen durchgeführt".

Die Pensionseinrichtung von Schering war im Jahr 2006 etwa zu zehn Prozent in Hedgefonds investiert - die höchste Quote überhaupt für ein börsennotiertes Unternehmen in Deutschland (siehe frühere Meldung). 2007 wurde der Hersteller der "Anti-Baby-Pille" von Bayer übernommen.

portfolio institutionell newsflash 03.03.2010/jan/kbe

 
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