MÜNCHEN - Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) hat 2010 mit ihren 53 Milliarden Euro an Kapitalanlagen eine Nettorendite von 4,8 Prozent erzielt. Das sagte Lothar Panzer, Vorstandsvorsitzender der BVK, im Gespräch mit portfolio institutionell. "Brutto waren es zwischen sieben und acht Prozent, so dass wir unsere Reserven wieder aufstocken konnten", ergänzte Panzer.
Das Portfolio, womit diese Ergebnisse erzielt wurden, bestand 2010 aus 70 Prozent Bonds sowie jeweils neun Prozent Aktien und alternative Anlagen. Fast alle erdenkliche Alternatives waren dabei: Hedgefonds, Private Equity, Infrastruktur, Holz und Rohstoffe. Die BVK war auch zu zehn Prozent in Immobilien investiert, die Hälfte direkt in Deutschland und die andere Hälfte über Fonds im Ausland.
_"Mit dem Rechnungszins machen wir es uns nicht zu einfach"
Wie Panzer weiter im Interview sagte, hat die BVK wegen den niedrigen Bond-Renditen den Rechnungszins 2010 nochmals auf 2,5 Prozent gesenkt (siehe auch frühere Meldung). Auf die Frage, ob sich die BVK damit zu einfach mache, sagte er: "Ich bin nicht der Auffassung, dass wir es uns zu einfach machen. Die Absenkung des Rechnungszinses bedeutet ja nicht, dass wir unseren Versicherten Erträge vorenthalten. Wir versprechen weniger im Voraus, erhöhen aber unsere Spielräume für Dynamisierungen. Da schaut einfach der vorsichtige Kaufmann um die Ecke!"
Für Daniel Just, Investmentchef bei der BVK, ist es ein Glück, dass die Einrichtung - anders wie Versicherungen - nicht von Solvency II betroffen ist. "Wegen der Eigenkapitalunterlegungsvorschriften von Solvency II können zum Beispiel Immobilien immer weniger von Versicherungen gekauft werden. Dafür wird in europäische Staatsanleihen "zwangsinvestiert", so Just im Interview.
Just weiter: "Wir konnten dagegen die Immobilienquote auf mittlerweile über zehn Prozent anheben. Als Versorgungswerk sind wir dankbar, dass wir mehr Freiheitsgrade haben."
Das ganze BVK-Interview erscheint in der April-Ausgabe von portfolio institutionell.
portfolio institutionell newsflash 06.04.2011/jan/pe





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