BERLIN - Das Versorgungswerk Zahnärztekammer Berlin (ZÄK) hat seine Bruttorendite im guten Aktienjahr 2009 fast nur mit Anleihen und Immobilien leicht gesteigert, und zwar von 4,4 auf 5,2 Prozent.
Trotz der kräftigen Erholung der Aktienkurse 2009 blieb das ZÄK dem Markt fern. Ende 2007, also vor dem Marktcrash, verringerte das Versorgungswerk seine Aktienquote auf ein Prozent und beließ es zwei Jahre lang dabei.
Ende 2009 war das Versorgungswerk zu 76 Prozent des Vermögens (939 Millionen Euro) in festverzinsliche Papiere investiert, darunter einige High-Yield-Bonds und Anleihen aus Schwellenländern. Zu deren Performance erklärte die Einrichtung: "Die im Jahr 2008 von den negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise betroffenen kleineren Investments im High-Yield- und Emerging-Market-Bereich konnten die Vorjahresverluste wieder aufholen und entsprechende Erträge generieren."
Die Immobilienquote betrug insgesamt rund 16,5 Prozent. Davon entfielen 3,5 Prozent auf Fonds. Beteiligungen und Cash machten jeweils zwei und drei Prozent des Vermögens aus. Das ZÄK arbeitet mit einem Masterfonds, der von der HSBC Inka aufgelegt wurde (siehe Hintergrund zu Inka). Im Krisenjahr 2008 wurde ein Overlay-Management implementiert, was dem Versorgungswerk dabei half, währungsbedingte Verluste zu vermeiden.
Für 2010, ein weiteres gutes Aktienjahr, zeigte sich das Versorgungswerk für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt offen. "Die breite Mischung der Kapitalanlagen ist von wesentlicher Bedeutung für die Stabilität des Vermögens. Hierzu gehören selbstverständlich auch Immobilien und schlussendlich auch Aktien als Sachanlage", so das ZÄK ohne weitere Details zu nennen.
Das ZÄK versichert rund 6.000 Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen sowie rund 300 Tierärzte in Berlin. 2009 sammelte das Versorgungswerk knapp 50 Millionen Euro an Beiträgen ein. Anfang 2008 hatte das Versorgungswerk noch den Rechnungszins gesenkt, und zwar von vier auf drei Prozent. Das ZÄK wird von Ralf Wohltmann verwaltet.
portfolio institutionell newsflash 15.12.2010/jan/kbe





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