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Versorgungswerke
14.12.2011

Berufsständische Versorgungswerke als Seed-Investoren für Solarfonds

Solarpark

Solarparks sollen stabile Cashflows erzielen

BVK und WPV bündeln 140 Millionen Euro in einem Solarfonds mit Schwerpunkt Deutschland. Die Laufzeit ist befristet und endet 2037.

Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) und das Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und der vereidigten Buchprüfer im Lande NRW (WPV) fungieren als Seed-Investoren des Fonds, der Ende September 2011 in Luxemburg aufgelegt wurde. Wie aus einer Mitteilung der Luxcara Advisory GmbH, einem auf Energie-Infrastruktur spezialisierten Asset Manager, hervorgeht, ist der Solarfonds „Flaveo“ ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten. Laut Kathrin Oechtering, Managing Partner bei Luxcara, soll der Fonds auf ein Volumen von bis zu 280 Millionen Euro ausgeweitet werden. Der Asset Manager ist davon überzeugt, das Volumen in der ersten Jahreshälfte 2012 zu erreichen.

Das von BVK und WPV bereit gestellte Eigenkapital ist bereits investiert, hieß es. Zu den Investitionsobjekten zählten unter anderem die beiden größten Solarprojekte Europas „Briest“ und „Meuro“ in Brandenburg sowie verschiedene weitere Solarparks in Deutschland. Zur Diversifizierung des Portfolios flossen auch Gelder in französische und italienische Projekte. Die Investitionen in Frankreich und Italien sollen außerdem das Renditepotenzial erhöhen.  Insgesamt peilt der Asset Manager bei den zu investierenden Solarparks eine Gesamtkapazität von 445 MWp an. Alexandra von Bernstorff, ebenfalls Managing Partner bei Luxcara, lässt sich mit den Worten zitieren: „Aus Gründen der Planungssicherheit investieren wir jedoch zum überwiegenden Teil konservativ in qualitativ hochwertige Solarparks in Deutschland“.

Infrastrukturprojekte auf dem Vormarsch

Infrastrukturprojekte im Bereich der Erneuerbaren Energien sind nach Ansicht des Luxcara-Managements inzwischen eine bewährte Anlageklasse, und das „zunehmend auch im Portfolio institutioneller Investoren“. Sie böten bei konstanten und laufenden Erträgen sowohl einen sicheren und langfristigen Anlagehorizont als auch eine Verringerung der Korrelation mit anderen Anlageklassen. Darüber hinaus bewirkten sie eine Diversifizierung des Gesamtportfolios und erfüllen zugleich die zunehmenden Nachhaltigkeitskriterien der Anleger, so Luxcara.  Aufgrund der staatlich garantierten Rückflüsse, den sogenannten Einspeisegarantien, und aufgrund erprobter Technologien ähneln Investments in dieser Anlageklasse eher festverzinslichen Wertpapieren als Immobilien, erklärte der Asset Manager. Die Einspeisevergütung für Solaranlagen in Deutschland ist für 20 Jahre gesetzlich fixiert.

Berufsständische Versorgungswerke an Bord

Mit der BVK, die sich als Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für zwölf berufsständische und kommunale Altersversorgungswerke versteht, und dem WPV liegt der Schwerpunkt der Geldgeber des Solarfonds auf berufsständischen Versorgungswerken. Luxcara will sich aber nicht allein auf diese Investorengruppe beschränken.  Vielmehr sei die anvisierte Investorenklasse die der institutionellen Investoren.

portfolio institutionell newsflash 14.12.2011/tbü

 
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