KÖLN - Die betriebliche Altersversorgung (bAV) genießt bei Deutschen mit Abstand das größte Vertrauen unter den verschiedenen Vorsorgeformen. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die von SMARTcompagnie im Auftrag des Versicherers Canada Life durchgeführt wurde.
Danach genießt die Betriebsrente mit Abstand die größte Zustimmung unter den verschiedenen Anlagemöglichkeiten. Rund 58 Prozent der Befragten geben an, beim Thema Vorsorge grundsätzlich in die bAV zu vertrauen. Zehn Prozent weniger setzen auf Sparbriefe, Bankanlagen und Festgelder, danach folgen Immobilienanlagen (43 Prozent), die gesetzliche Rentenversicherung (38 Prozent), Riester-Renten (36 Prozent) und private Lebens- und Rentenversicherungen (29 Prozent). Weniger vertrauenswürdig halten die Deutschen Wertpapiere und Investmentfonds (17 Prozent), Fondssparpläne (13 Prozent) sowie die Rürup-Rente (acht Prozent).
Trotz des vergleichsweise hohen Vertrauens in der Bevölkerung wird die Betriebsrente noch nicht im möglichen Umfang genutzt. Nur 57 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Arbeitgeber eine bAV anbietet. Die restlichen Personen sind entweder keine Arbeitnehmer (ca. 20 Prozent) oder erhalten trotz rechtlichem Anspruch kein Angebot von ihrem Arbeitgeber. Damit gehen circa 30 Prozent der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer leer aus.
Selbst wenn der Arbeitgeber eine Betriebsrente im Unternehmen offeriert, wird die Möglichkeit nicht immer ausgeschöpft: Über 14 Prozent der Arbeitnehmer gehen offensichtlich nicht auf das bAV-Angebot ein. Als Begründung geben rund 34 Prozent an, sich schlecht zu Produkten, steuerlichen Aspekten oder Gesetzen informiert zu fühlen. Für gut 32 Prozent ist die bAV zu unflexibel und 15 Prozent beklagen, dass der Arbeitgeber keine Zuschüsse zahlt. Der Rest macht andere Gründe geltend.
Wenn es um die Altersvorsorge geht, haben viele Deutsche laut der Umfrage ein schlechtes Gewissen. Rund 26 Prozent sind sich bewusst, dass sie mehr für ihre finanzielle Absicherung tun müssen, aber unsicher bei der Wahl der geeigneten Anlage. Für weitere 25 Prozent gilt dies zumindest teilweise. "Kunden kennen den Vorsorgebedarf", sagte Günther Soboll, Hauptbevollmächtigter der Canada Life für Deutschland. "Viele würden gern mehr für das Alter tun. Aber aus Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, wird der Abschluss häufig aufgeschoben."
portfolio institutionell newsflash 17.11.2010/kmo/jan





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