Portfolio Magazin

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Ausgabe 10/2017

Die Anlage der Betriebsrenten-Milliarden

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Administration
20.10.2017

Die Blockchain-Technologie beflügelt den Erfindergeist

Die Verbreitung der Blockchain-Technologie in der Finanzbranche nimmt Fahrt auf. Mit von der Partie sind Pensionsfonds-Administratoren, Asset Manager und zahlreiche Start-ups.

Die Blockchain-Technologie elektrisiert Investoren, Asset Manager und andere am Kapitalmarkt agierende Parteien gleichermaßen. Beispielsweise haben die Pensionsfonds-Asset-Manager APG und PGGM einen Prototyp eines auf der Blockchain-Technologie basierenden Pensions-Administrationssystems entwickelt. Mit diesem Prototyp haben die beiden niederländischen Unternehmen laut einem Pressebericht den ersten konkreten Nutzen der Blockchain-Technologie für den Pensionssektor generiert. Das mit der Technologie verbundene Ziel sei eine flexiblere, transparentere, billigere sowie effizientere und fehlerfreie Administration.

BNP Paribas Securities Services und Tata Consultancy Services (TCS) wiederum schaffen gemeinsam eine innovative, Blockchain-basierte Plattform namens Corporate Event Connect. Sie soll für Kunden auf der ganzen Welt schnell, akkurat und sicher die Ankündigung von Unternehmensereignissen gewährleisten. Hintergrund für das Vorhaben: Die Verarbeitung von Kapitalmaßnahmen ist ein komplexer Themenbereich im Asset Servicing, berichtet BNP Paribas und erläutert, dass in dem Zusammenhang Informationen rund um die Vielzahl von jährlich stattfindenden Kapitalmaßnahmen verarbeitet und durch verschiedene Vermittler an die Anleger weitergegeben werden.

Das Problem: Der Prozess enthalte derzeit diverse mögliche Fehlerquellen, und genau hier wollen BNP Paribas Securities Services und TCS ansetzen. Der wirksame Einsatz der Blockchain-Technologie von TCS ermögliche es BNP Paribas, Informationen über Kapitalmaßnahmen in einem strukturierten Format zu erfassen und zu archivieren, um die Genauigkeit der Daten und eine schnelle Verbreitung an Kunden sicherzustellen. Der Sicherheitsstandard der Plattform schütze die Informationen vor Manipulationen und Knotenausfällen und sichere die dauerhafte Wiederherstellbarkeit.

Blockchain-Szene blüht auf 

In der Bundesrepublik hat sich nach Angaben von Sopra Steria Consulting inzwischen eine Blockchain-Szene mit zahlreichen Start-ups etabliert. Das Zentrum bildet Berlin. Dort sitzt beispielsweise ein Team von Ethereum, einer Organisation, die eine der derzeit führenden Blockchain-Varianten erfunden hat. Hamburg wird, so berichtet Sopra Steria, durch seine Nähe zum Handel und zur Logistikbranche als kommende Blockchain-Hochburg für Anwendungen für die Realwirtschaft gehandelt. Das Interesse an Blockchain-basierten Anwendungen innerhalb der deutschen Wirtschaft ist entsprechend groß. 

Die Mehrheit der in einer Studie von Sopra Steria befragten Unternehmen möchte den Blockchain-Zug nicht verpassen, auch wenn praktische Anwendungen sich erst durchsetzen müssten. Knapp neun von zehn befragten Unternehmen, die Blockchain kennen, befassen sich mit der Technologie. Für die „Potenzialanalyse Blockchain“ hat das Meinungsforschungsinstitut You-Gov im Auftrag von Sopra Steria Consulting im Juli und August 2017 mehr als 200 (n=204) Geschäftsführer, Vorstände, Führungskräfte sowie fachliche Experten aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Die Befragten kommen aus Unternehmen der Branchen Banken, Versicherungen, sonstige Finanzdienstleister, Energieversorger, Automotive und sonstiges Verarbeitendes Gewerbe, Telekommunikation und Medien sowie Öffentliche Verwaltung. 

Der Großteil der Befragten sammelt derzeit vor allem Informationen und tüftelt an möglichen Anwendungsfällen. „In den vergangenen fünf Jahren hat sich ein Markt entwickelt, und Investoren haben ein steigendes Interesse an Blockchain-Start-ups. Für viele Pioniere hat damit die Blockchain-Gegenwart bereits begonnen. Wer sich jetzt mit den Auswirkungen auseinandersetzt, wird Hürden schneller überwinden und damit früher neue Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain-Technologie entwickeln“, sagt Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Consulting.

portfolio institutionell 20.10.2017/Tobias Bürger 

 
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