Evi Vogl übernimmt das Ruder bei Pioneer in München ab Januar 2011; Martin Theisinger, zweiter Geschäftsführer bei BNP IP, ist nicht ihr Nachfolger.
UNTERFÖHRING (bei München) - Evi Vogl, Deutschland-Chefin bei BNP Paribas Investment Partners (BNP IP), wird den französischen Manager Ende des Jahres verlassen, um denselben Posten bei Pioneer Investments anzutreten.
Vogl leitete drei Jahre lang die Geschicke der BNP IP in Frankfurt. Im Jahr 2009 übernahm BNP IP Fortis Investments, deren belgische-niederländische Mutterbank stark unter der Finanzkrise gelitten hatte. Im Zuge der Übernahme wechselten 45 Beschäftigte von Fortis Investments in Frankfurt zu den acht Mitarbeitern der BNP IP. Heute beschäftigt die konsolidierte Einheit 33 Personen, da ein Team von Nachhaltigkeits-Spezialisten nach Paris gegangen ist.
Zweiter Geschäftsführer bei BNP IP in Frankfurt ist Martin Theisinger, der den Wholesale- beziehungsweise Retail-Bereich verantwortet. Bei Fortis Investments hatte er denselben Job und war davor Deutschland-Chef von Schroders in Frankfurt (klicken Sie hier für mehr Hintergrund).
Bei Pioneer in München tritt Vogl die Nachfolge von Dominik Kremer an, der Ende Juni als neuer Europa-Chef zu Threadneedle gewechselt hatte. Bei BNP IP in Frankfurt gibt es bislang keinen Nachfolger. Auf die Frage, ob Theisinger ein Kandidat sei, antwortete ein Sprecher: "Die Trennung zwischen dem institutionellen Geschäft, das Frau Vogl verantwortete, und dem Retail-Geschäft, das Herr Theisinger verantwortet, wird es nach wie vor geben." Ein Nachfolger werde also derzeit gesucht.
Bei einer Pressekonferenz im Mai sagte Theisinger, BNP IP wolle bis Ende 2012 das verwaltete Vermögen in Deutschland von derzeit sieben Milliarden Euro verdoppeln.
Pioneer ist in Deutschland mit der Übernahme von Activest im Jahr 2006 deutlich gewachsen: Laut einem Pioneer-Sprecher beträgt das verwaltete Vermögen in Deutschland derzeit 23 Milliarden Euro, wovon elf Milliarden Euro auf Retail-Kunden und zwölf Milliarden Euro auf institutionelle Anleger entfallen.
Vor seinem Rücktritt als Vorstandschef der italienischen UniCredit erwog Alessandro Profumo laut Presseberichten den Verkauf von Pioneer Investments.
portfolio institutionell newsflash 30.11.2010/jan/rko





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