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10.03.2010

BNY Mellon zahlt 253 Millionen Euro für Depotbank der BHF

BNY Mellon in New York

BNY Mellon in New York

Der Deal kommt ein Jahr nach Auflösung eines Joint Ventures.

FRANKFURT - Die Depotbank von BNY Mellon hat seinen ehemaligen Joint-Venture-Partner BHF Asset Servicing (BAS), eine Tochter der Frankfurt Privatbank BHF, für 253 Millionen Euro gekauft. Dies teilte BNY Mellon in Frankfurt mit.

Mit der Übernahme von BAS wird BNY Mellon laut eigenen Angaben zur der zweitgrößten Depotbank in Deutschland mit einem betreuten Volumen von 120 Milliarden Euro. Die gesamten Assets under Custody und Administration für KAGen, Finanzinstitute und institutionelle Anleger in Deutschland betragen zudem 473 Milliarden Euro.

Das fusionierte Unternehmen wird seinen Hauptsitz in Frankfurt haben und 340 Mitarbeiter beschäftigen. Zu der Geschäftsführung gehören Michelle Grundmann von BNY Mellon sowie Jürgen Frank und Christopher Friedrich von BAS. Sie berichten alle an Nadine Chaker, Europa-Chefin von BNY Mellon Asset Servicing.

Vor einem Jahr hatten die Fusionskandidaten ein langjähriges Vertriebs-Joint-Venture für Global Custody und Depotbankdienstleistungen aufgelöst (siehe frühere Meldung). Auch deshalb kommentierte Grundmann die Übernahme so: "BNY Mellon und die BHF Bank verbindet seit mehr als sieben Jahre eine erfolgreiche Partnerschaft. Die Transaktion war der nächste logische Schritt für unser wachsendes Geschäft und unterstreicht unser langfristiges Bekenntnis zum deutschen Markt."

Der Erlös von der Transaktion, die noch von der Regulierungsbehörde genehmigt werden muss, geht an den jetzigen Eigentümer der BHF, Sal. Oppenheim. Sal. Oppenheim soll ihrerseits demnächst zu 100 Prozent von der Deutschen Bank für eine Milliarde Euro übernommen werden (siehe auch Interview). Deutsche kündigte bereits im Herbst 2009 an, dass sie einen Käufer für die BAS suchen würde.

Der US-Finanzdienstleister BNY Mellon ist seit mehr als 80 Jahren in Deutschland tätig und eröffnete 1972 seine erste deutsche Niederlassung in Frankfurt. Im institutionellen Markt ist das Unternehmen zusätzlich durch sein Joint Venture mit der Westdeutschen Landesbank als Asset Manager bekannt.

portfolio institutionell newsflash 10.03.2010/jan/

 
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