Versicherungen
31.01.2018

Buffett formt neues Versicherungsunternehmen

Gesundheitskosten als Dorn im Auge. Mit im Boot sind Amazon und JP Morgan.

Amazon, JP Morgan und die von US-Investorenlegende Warren Buffett geführte Holding Berkshire Hathaway wollen die Gesundheitsversorgung ihrer Mitarbeiter selbst übernehmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und schreibt, die Gesellschaften hätten die Gründung eines eigenen Unternehmens angekündigt, um die Gesundheitskosten für ihre Beschäftigten zu senken.

„Die ausufernden Kosten des Gesundheitswesens wirken sich wie ein hungriger Bandwurm auf die amerikanische Wirtschaft aus“, erklärte Berkshire-Chairman Buffett wörtlich. „Unsere Gruppe hat zwar keine Antworten auf dieses Problem. Aber wir akzeptieren es auch nicht als unvermeidlich.“ Das Gemeinschaftsunternehmen solle „frei von gewinnbringenden Anreizen und Einschränkungen sein“ und sich zunächst darauf konzentrieren, eine „vereinfachte, qualitativ hochwertige und transparente Gesundheitsversorgung zu angemessenen Kosten“ für die Mitarbeiter der Konzerne in den USA zu bieten. Offen ist, ob sich weitere Unternehmen dem Vorhaben anschließen. An der Börse ließ die Ankündigung die Kurse von Krankenversicherern wie Unitedhealth, Anthem und Cigna einbrechen, wie Reuters berichtet.

Berkshire Hathaway verfügt über umfassendes Know-how im Versicherungssektor. Zu dem US-amerikanischen Konglomerat gehören rund 80 Firmen. Deren Aktivitäten erstrecken sich über eine Vielzahl von Geschäftsfeldern, darunter Erst- und Rückversicherung und Anbieter von Finanzdienstleistungen.

portfolio institutionell 31.01.2018/Tobias Bürger​ 

 
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