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Versicherungen
05.05.2017

Allianz fischt weiter in UK

(Bild: Shutterstock)

Mit Co-Investoren angelt sich Allianz Capital Partners den größten reinen Wasserversorger in Großbritannien. Petri Heil!

Der Durst der Allianz nach inflationsgeschützten Sachwertanlagen mit stabilen und planbaren Cashflows scheint noch lange nicht gestillt. Wie sonst lässt sich das jüngste Investment der Münchner erklären, die sich als einer der weltweit führenden Versicherer und Asset Manager betrachten. In einer Pressemitteilung stellt die Allianz die Cashflow-Quelle vor: Affinity Water ist Eigentümer und Verwalter der Wasseranlagen und des -netzes in einem Gebiet von etwa 4.500 km² im Südosten Englands, das sich über drei Regionen erstreckt und acht separate Versorgungsgebiete umfasst.

Das Unternehmen ist einziger Trinkwasserlieferant in diesem Gebiet, berichtet die Allianz weiter. Affinity Water betreibt 98 Wasseraufbereitungsanlagen und versorgt durchschnittlich täglich über 3,6 Millionen Menschen beziehungsweise 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmen mit 900 Millionen Litern Wasser.

Das Konsortium, das das Investment schultert, setzt sich aus langfristigen Infrastrukturinvestoren zusammen, darunter Allianz Capital Partners (36,6 Prozent) im Auftrag der Allianz-Gruppe, DIF (26,9 Prozent) sowie durch HICL, der durch Infrared Capital Partners gemanagt wird (36,6 Prozent). Die Mitglieder des Konsortiums haben der Mitteilung zufolge einen Vertrag zur vollständigen Übernahme der Kapitalbeteiligung von Infracapital und Morgan Stanley Infrastructure an Affinity Water Acquisitions (Investments) Limited, dem indirekten Eigentümer von 90 Prozent von Affinity Water, unterzeichnet.

Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 687 Millionen Pfund. Bestandteil des Vertrags sind die Rechte über den Erwerb des zehnprozentigen indirekten Anteils von Veolia Water UK Limited an Affinity Water. Die Allianz rechnet mit dem Abschluss der Transaktion bis Ende Mai. 

Transparenter regulatorischer Rahmen 

Doch was macht den Charme des Investments aus? „Die Wasserbranche in Großbritannien bietet einen soliden und transparenten regulatorischen Rahmen, durch den die Allianz einen guten Einblick in ihr Investment sowie eine faire Rendite erhält", sagte Christian Fingerle, Chief Investment Officer bei Allianz Capital Partners. Die Investition in Affinity Water bezeichnet er als weiteren wichtigen Schritt „auf unserem Weg, unser Portfolio an hochwertigen Kerninfrastrukturanlagen zu erweitern. Sie ist auch Zeugnis unseres Vertrauens, das wir in Großbritannien als stabile Jurisdiktion setzen und investieren.“ Dieses Investment werde für inflationsgeschützte, stabile und planbare Cashflows sorgen, die sich ideal eigneten, um die langfristigen Verpflichtungen gegenüber der Allianz und ihren Versicherungskunden zu erfüllen, fährt Christian Fingerle fort.

Die Allianz-Gruppe betreute per Ende 2016 ein Investmentportfolio von 653 Milliarden Euro. Hinzu kamen bei den konzerneigenen Asset Managern AGI und Pimco über 1,3 Billionen Euro an für Dritte verwaltete Vermögen. 

Brexit-Votum zum Trotz

Das Brexit-Votum schreckt weder die Allianz-Gruppe noch andere deutsche Kapitalsammelstellen ab. Ein Konsortium aus großen Immobilieninvestoren, darunter die Bayerische Versorgungskammer (BVK) und die Versicherungskammer Bayern (VKB), hat bereits am 7. April dieses Jahres auf dem britischen Immobilienmarkt zugeschlagen, wie Sie hier nachlesen können

portfolio institutionell newsflash 05.05.2017/Tobias Bürger​

 
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