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23.03.2011

Daimler setzt auf Alternatives und Aktien

Die Alternatives-Quote des deutschen Pensionsplans steigt auf elf Prozent.

STUTTGART – Der deutsche Pensionsplan des Daimler-Konzerns hat 2010 seine Exposure zu alternativen Anlagen – also Private Equity, Hedgefonds und Rohstoffe – und Aktien signifikant ausgebaut.

Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht des Autobauers hervorgeht, erhöhte sich die Alternatives-Quote der Einrichtung von acht auf elf Prozent des Vermögens von 9,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging der Anteil an festverzinslichen Papieren um drei Prozentpunkte zurück, und zwar von 49 auf 46 Prozent.

Außerdem reduzierte die Einrichtung, die die rechtliche Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) hat, ihren Cash-Anteil deutlich, um von der Aktienhausse zu profitieren. So ging der Cash-Anteil 2010 von 13 auf fünf Prozent zurück, während sich die Aktienquote im gleichen Ausmaß erhöhte, und zwar von 26 auf 34 Prozent. Die Immobilienquote blieb mit vier Prozent unverändert.

Bei den ausländischen Plänen des Autobauers fielen die Umschichtungen wesentlich geringer aus. So reduzierte sich die Aktienquote von 45 auf 41 Prozent des Vermögens (Ende 2010: 1,6 Milliarden Euro), während die Bondquote von 40 auf 43 Prozent stieg. Die Alternatives- und Immobilienquoten blieben mit jeweils vier und drei Prozent des Vermögens konstant.

Zu der Anlageperformance der Pensionspläne machte der Konzern keine Angaben. Nur so viel: Die erwartete Rendite des deutschen CTA wurde für 2010 mit 5,5 Prozent angegeben (2009: 6,5 Prozent). Die erwartete Rendite für die ausländischen Pläne lag 2010 bei sieben Prozent nach 7,2 Prozent im Jahr 2009.

Auf der Verpflichtungsseite wiesen die Ansprüche Ende 2010 einen Barwert von 17,6 Milliarden Euro aus und damit 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Deckungsgrad, also inwieweit die Verpflichtungen vom Planvermögen gedeckt sind, ging von 64 auf 63 Prozent zurück.

Ende 2007 lag der Deckungsgrad noch bei 87 Prozent, was größtenteils mit dem exzellenten Börsenjahr zusammenhing. Als die Märkte im folgenden Jahr kräftig einbrachen, sank der Deckungsgrad auf 67 Prozent. Nach der kräftigen Erholung der deutschen Wirtschaft 2010 sank auch der Beitrag zur Insolvenzsicherung, den Daimler für seinen deutschen Pensionsplan leisten muss. Nachdem der Autobauer 2009 noch 164 Millionen Euro an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) überwies, so waren es im vergangenen Jahr nur 23 Millionen Euro.

Wenn Daimler sein CTA in einen Pensionsfonds umwandeln würde, würde sich sein PSV-Beitrag um 80 Prozent reduzieren. Einige Dax-Unternehmen, wie Siemens, RWE, MAN und Deutsche Telekom, haben bereits einen Pensionsfonds gegründet (siehe auch frühere Meldung).

portfolio institutionell newsflash 23.03.2011/jan/kbe

 
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