"Im Juli schien es, als hätte jemand den Schalter umgelegt", so ein Manager.
FRANKFURT - DB Advisors, der institutionelle Vermögensverwalter der Deutschen Bank, hat nach einem schwachen Start einen respektablen Absatz für das Jahr 2009 erzielt.
Wie DB Advisors vergangene Woche mitteilte, war das erste Halbjahr durch Rückflüsse in Höhe von 0,4 Milliarden Euro gekennzeichnet (siehe auch frühere Meldung). Erst in der zweiten Jahreshälfte seien dem Unternehmen Nettomittel von 4,8 Milliarden Euro zugeflossen.
"Wir hatten 2009 zwei diametral gegensätzliche Jahreshälften. Im Juli schien es, als hätte jemand den Schalter umgelegt", sagte Michael Fuß, Vertriebschef von DB Advisors Deutschland, auf einer Pressekonferenz.
Peter Roemer, Head of DB Advisors Europe, ergänzte: "Institutionelle Anleger sind etwas spätzyklisch. Sie litten in den ersten Monaten 2009 unter Liquiditätsproblemen und hatten keine Risikobudgets. Das änderte sich im zweiten Halbjahr. Die Anleger kehrten zurück in risikoreichere Anlagen und im dritten Quartal auch wieder in Aktien."
Insgesamt hat DB Advisors im vergangenen Jahr 114 neue Mandate gewonnen, was laut Roemer 50 Prozent mehr gewesen sind als im bis dahin besten Jahr. Auf der anderen Seite verlor DB Advisors 2009 etwa 35 Mandate. Ende 2009 belief sich das verwaltete Vermögen von DB Advisors auf 99 Milliarden Euro, wobei rund 43 Milliarden Euro auf Spezialfonds und der Rest auf verschiedene andere Mandate entfielen.
Das Master-KAG-Geschäft umfasst laut Nikolaus Schmidt-Narischkin, Head of Pensions Solutions bei DB Advisors, derzeit rund 25 Milliarden Euro. "Das Thema Master-KAG ist noch nicht vollständig ausgereizt, hat sich aber deutlich abgeflacht", beschreibt Schmidt-Narischkin die Zukunftsaussichten dieses Geschäftsfeldes. Er geht davon aus, dass sich die Anzahl der Anbieter in nächster Zeit reduzieren wird. Bei DB Advisors will man an diesem Geschäftsfeld allerdings auch weiterhin festhalten.
Für das Jahr 2010 ist DB Advisors positiv gestimmt. Bereits in den ersten beiden Monaten konnte der institutionelle Vermögensverwalter der Deutschen Bank Nettomittelzuflüsse von mehreren Milliarden Euro verbuchen.
Wie es hieß, wurden 20 neue Mandate gewonnen und weitere 30 befinden sich gerade im Auflegungsprozess. "Die Neuzuflüsse in den ersten zwei Monaten waren die stärksten, die wir je hatten", sagte Roemer. Der Schwerpunkt dieser neuen Mandate lag auf den Bereichen Fixed Income, Liability Driven Investments und Risiko-Overlay-Management.
portfolio institutionell newsflash 10.03.2010/kbe/jan





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