Laut Deka hat der Rüstungskonzern seine Informationspflicht missachtet.
FRANKFURT/MÜNCHEN - Deka Investment, die Fondsgesellschaft der Sparkassen, will den Rüstungskonzern EADS im Zusammenhang mit einem Kursabsturz auf Schadenersatz verklagen. Dies erfuhr portfolio institutionell aus Finanzkreisen.
Grundlage für die Klage ist Dekas Auffassung, dass EADS seine Informationspflicht als börsennotiertes Unternehmen verletzt hat. An einem Tag im Juni 2006 sackte die EADS-Aktie um 26 Prozent ab, nachdem das Unternehmen unerwartet eine Verzögerung bei der Lieferung des Großflugzeuges A380 meldete.
Deka, eine irische Lebensversicherung sowie 30 weitere damalige EADS-Aktionäre glauben, dass das Unternehmen von den Verzögerungen viel früher wusste, dies aber der Öffentlichkeit nicht sagte. Die Investoren, die von der Münchner Kanzlei Rotter vertreten werden, fordern 19 Millionen Euro Schadenersatz.
Ein Deka-Sprecher wollte die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren. Für EADS wies ein Sprecher die angeblichen Vorwürfe als unbegründet zurück. Dies habe eine Ermittlung von der Pariser Börsenaufsicht bereits gezeigt.
Ein Amsterdamer Gericht soll am Donnerstag darüber entscheiden, ob die Klage grundsätzlich zulässig ist. Falls das Gericht dafür entscheidet, könnten sich weitere Fondsgesellschaften, die damals EADS-Aktien hatten, der Klage anschließen, hieß es aus den Finanzkreisen.
portfolio institutionell newsflash 27.01.2010/jan/kbe





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