Traditionelle Anlagen
11. März 2015

Der Absatz börsennotierter Indexprodukte bricht erneut Rekorde

Der Mittelzufluss in börsennotierte Indexprodukte (ETP) auf europäische Aktien seit Jahresanfang übertrifft bereits jetzt das Ergebnis von 2014. Sehr gefragt sind auch Produkte auf Hochzins-Unternehmensanleihen weltweit.

Börsennotierte Indexprodukte (ETP), bei denen die börsennotierten Indexfonds (ETF) den weitaus größten Anteil ausmachen, verzeichnen weiter deutliche Mittelzuflüsse. Im Februar haben ETP weltweit netto 50 Milliarden US-Dollar an Neugeldern verbucht. Das ist das viertbeste Monatsergebnis aller Zeiten, meldet die US-Investmentgesellschaft Blackrock in ihrem jüngsten Bericht zum ETP-Markt. ETP auf europäische Aktien haben demnach mit 8,9 Milliarden Dollar Nettozufluss einen neuen Monatsrekord erzielt. Der Zufluss seit Jahresanfang übertrifft bereits jetzt das Ergebnis des Jahres 2014. Dazu dürften die Ankündigung des EZB-Anleihenkaufprogramms und der schwächere Euro beigetragen haben, vermutet Blackrock.
Investoren wählen zunehmend Aktien-ETP auf Märkte außerhalb der USA und Produkte auf Unternehmensanleihen, im Unterschied zu vergleichsweise defensiven Produkten, heißt es weiter. Der Zufluss in Anleihen-ETP weltweit hat sich auf 17,8 Milliarden Dollar verstärkt. Produkten auf Hochzins-Unternehmensanleihen haben Anleger unter dem Strich 5,2 Milliarden Dollar anvertraut, so viel wie nie zuvor innerhalb eines Monats.
„Investoren haben seit Anfang 2015 rund 31 Milliarden Dollar in Anleihenprodukte gesteckt. Damit ist dieses Segment noch dynamischer gewachsen als im bisherigen Rekordjahr 2014“, betont Ursula Marchioni, Leiterin des ETP-Research bei Blackrock. Dies zeige, dass die Jagd nach Rendite im Kreditbereich weitergeht. Am deutschen Markt sieht Blackrock einen Wechsel von ETP auf US-Aktien zu Produkten auf europäische Aktien.
ETP auf Schwellenländeraktien haben erstmals seit fünf Monaten wieder mehr Zu- als Abflüsse verbucht. Die insgesamt 2,7 Milliarden Dollar haben Investoren zum einen breit anlegenden Produkten und zum anderen China- und Indien-ETP anvertraut. Dabei dürften die lockere Geldpolitik und der niedrige Ölpreis eine Rolle gespielt haben, meint Blackrock. Der Trend bei ETP auf US-Aktien hat sich nach kräftigen Abflüssen im Januar ins Positive gedreht, formuliert der Bericht weiter. Der Zufluss von 3,9 Milliarden Dollar blieb jedoch deutlich hinter dem in anderen Kategorien zurück.
Zu ETP zählen alle intraday-börsengehandelte Produkte, die ein Portfolio investierbar machen, definiert Blackrock. Hierzu gehören Exchange Traded Funds (ETF), Exchange Traded Commodities (ETC), Exchange Traded Notes (ETN) und Exchange Traded Instruments (ETI).
portfolio institutionell newsflash 11.03.2015/Heike Gorres

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