Fondsanbieter und andere Anleger fordern 800 Millionen Euro Schadenersatz.
MÜNCHEN - Mehr als 100 institutionelle Anleger, darunter vier deutsche Fondsgesellschaften, wollen den Rüstungskonzern EADS wegen Kursverlusten der EADS-Aktie verklagen.
Die Anleger, die zusammen rund 20 Prozent des EADS-Kapitals halten, fordern 800 Millionen Euro Schadenersatz. Bei den vier Fondsgesellschaften handelt es sich um Deka (Sparkassen-Gruppe), DWS (Deutsche Bank), sowie die Bayern Invest und NordLB Asset Management.
Gemeinsam mit anderen Anlegern sind sie einer niederländischen Stiftung beigetreten, über welche die Klage laufen soll. Da die Anwälte auf Erfolgsbasis arbeiten, kostet die Klage die Investoren zunächst nichts. Auch eine außergerichtliche Einigung mit EADS sei vorstellbar, hieß es aus den Reihen der Investoren.
Die Kläger werfen EADS vor, die Produktionsprobleme mit dem Superjumbo A380 mangelhaft kommuniziert zu haben. Als EADS zwischen Juni 2006 und 2009 immer wieder mit neuen Pannen überraschte, durch die sich die Auslieferung des Flugzeugs erheblich verzögerte, stürzte die Aktie des Unternehmens ab.
Bisher sind allerdings alle Versuche gescheitert, EADS wegen der A380-Pannenserie auf Schadenersatz zu verklagen. Dennoch gibt sich der Anwalt Alexander Reus, der die Investoren vertritt, optimistisch. "Wir sehen nach wie vor sehr gute Chancen für eine gerechte Entschädigung der Anleger durch EADS", sagte Reus, der Partner bei der US-Kanzlei Diaz Reus & Targ (DRRT) ist.
EADS sieht keine Schuld bei sich und unterstrich, dass die A380-Pannen korrekt kommuniziert worden seien.
portfolio institutionell newsflash 24.11.2010/jan/rko





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